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SCHLIERBACH. Für die Dissertation „Daniel in der Löwengrube in der romanischen Plastik Südfrankreichs“ von Pater Martin Spernbauer fertigte Gerold Kaiblinger während drei Reisen nach Südfrankreich zahlreiche Fotos von Kapitellen. Einige sind nun im Panoramakaffee im Stift Schlierbach ausgestellt.

  1 / 4   Ein Kapitell mit der Darstellung von Daniel in der Löwengrube in Südfrankreich. (Foto: Gerold Kaiblinger)

Vier Jahre hat Pater Martin Spernbauer an seiner Dissertation zur Erlangung des Doktors der Philosophie gearbeitet. Er unternahm dreimal eine 14-tägige Reise nach Frankreich und besuchte dabei einige Kirchen. Begleitet wurde er von Gerold Kaiblinger, der im Zuge dessen rund 130 Fotos von Kapitellen (oberer Abschluss einer Säule) anfertigte, 28 davon werden nun im Stift Schlierbach gezeigt.

Kapitellkunst der Romanik

Daniel in der Löwengrube ist eine biblische Rettungsgeschichte, die im Buch Daniel zweimal vorkommt. Sie erfreut sich großer Popularität in der frühchristlichen Kunst. Nachdem die Darstellung Daniels im frühen Mittelalter sehr spärlich geworden war, findet sie in der Kapitellkunst der Romanik zu einer unerwarteten Blüte. Welche Bedeutung Daniel in dieser Zeit gewinnt, wie sein Bildnis interpretiert werden kann und wie sich die unterschiedlichen Bildwerke erklären lassen, erklärt Pater Martin Spernbauer in seiner Arbeit am Beispiel Südfrankreichs.

Fotoausstellung

Bis 30. September sind die Fotos im Panoramakaffee im Stift Schlierbach zu sehen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten (Mo bis Sa: 8.30 bis 17 Uhr) besucht werden. Jeden ersten Samstag im Monat bietet Pater Martin Führungen nach telefonischer Vereinbarung (0664/2334193) an.


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