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Kremsmünster. Im Herbst 2015 soll der Spatenstich für den geplanten Umbau des Kindergartens im Markt über die Bühne gehen. Doch Bauherr und Anrainer sind noch nicht einer Meinung. Der Eingang soll nicht direkt an die Hauptstraße kommen.

An dieser Stelle soll der Haupteingang des neuen Kindergartens hinkommen.
An dieser Stelle soll der Haupteingang des neuen Kindergartens hinkommen.
Der Optionsvertrag für den Umbau des Marktkindergartens wurde im Juli 2013 abgeschlossen. 27 von 30 Gemeinderäten stimmten im Wesentlichen der Planung zu. Auch eine Vielzahl der Anrainer waren, laut Bürgermeister Gerhard Obernberger, bei dieser Gemeinderatssitzung vor Ort und brachten persönliche Bedenken und Empfindungen ein. „Einzelne Anliegen, wie vom Sportfachgeschäft Helleis, wurden berücksichtigt“, sagt Bürgermeister Obernberger. Und die Planung, welche an die Baureform weitergeleitet wurde,  wurde mittels einer Power-Point-Präsentation den Anwesenden vorgestellt, versichert Obernberger. Nun ist alles baurechtlich und bautechnisch nach Relevanz geprüft und der Baubescheid draußen. „Wir haben von diesen Planungen nichts gewusst und sind dazu auch nie befragt worden“, beschweren sich jetzt Anrainer über die Vorhaben der Gemeinde. Ein damals erwünschter Lebensmittelmarkt wird beim Baustart im Herbst ebenfalls nicht berücksichtigt.   Neuplanung findet statt Aufgrund einiger Beschwerden der anliegenden Geschäftsleute und Anrainer fand dieser Tage nochmals ein Treffen mit Planer, Bauherr und Bürgermeister statt. Grund: Der Haupteingang des Kindergartens soll direkt an die Hauptstraße gebaut werden. Das gefährde die Sicherheit der Kinder und gebe laut Anrainer ein gravierendes Parkplatzproblem. „Ich brauche die Parkplätze für meine Mitarbeiter und Kunden“, meinte eine der anliegenden Geschäftsleute. Bürgermeister Obernberger sagt dazu: „Ich sitz zwischen zwei Stühlen: Als Bürgermeister bin ich bemüht, auf Wünsche der Bürger einzugehen, und das andere ist die Baubehörde. Ich muss als erste Instanz beurteilen, ob die Wünsche baurechtlich und bautechnisch relevant sind.“ In Frage gestellt wird von den Anrainern auch der Wohnpark, der mitten in den Ort gebaut wird. 24 Mietwohnungen, dazu 25 Tiefgaragenplätze soll es demnächst geben. „Muss das sein, wenn in der Hofwiese auch ständig gebaut wird? Denkt denn keiner an den historischen Ortskern und die Dachansicht von Kremsmünster?“, stellten sich die Fragen im Gespräch mit Tips. Bis Redaktionsschluss wurde keine gemeinsame Lösung der Gemeinde mit den Anrainern gefunden. Der Bürgermeister ist jedoch bereit, das geplante Bauvorhaben nochmal zu überdenken.

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