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Auch im Bezirk Kirchdorf begann für Schüler wieder der ‚Ernst des Lebens‘

Leserartikel Jakob Weiermair, 13.09.2016 15:34

BEZIRK KIRCHDORF/LINZ/OÖ. Steigende Schülerzahlen und die Weiterführung begonnener Projekte – so stellt sich die Schullandschaft in Oberösterreich und im Bezirk zu Beginn des neuen Schuljahrs dar. Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer gaben bei einer Pressekonferenz einen Überblick über die Situation.

  1 / 2   Bildungslandesrat LH-Stv. Thomas Stelzer (l.) und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer luden in Linz zu einer Pressekonferenz ein, bei der sie über Daten und Fakten zu Beginn des neuen Schuljahrs informierten. Foto: Land OÖ/Schauer

Der Trend zu Höherbildenden Schulen hält auch in Oberösterreich weiter an. „Mit Ausnahme der BAKIP verzeichnen alle höheren Schulen einen Zuwachs bei der Zahl der neu aufgenommenen Schüler. Vor allem Allgemein bildende höhere Schulen (+5,2 Prozent), humanberufliche höhere Schulen (+5 Prozent) und die Handelsakademien (+4,5 Prozent) legen deutlich zu“, informieren Thomas Stelzer und Fritz Enzenhofer.

Generell steigen die Schülerzahlen auch in diesem Schuljahr. Um 763 Taferlklassler mehr gibt es heuer im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt sind es 14.535 Schulanfänger. An den Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr etwas rückläufig.

Begonnenes weiterführen

Das Land Oberösterreich entwickelt auch in diesem Schuljahr einige Bildungs-Schwerpunkte weiter. So wird etwa die gezielte Sprachförderung für Schulanfänger ab diesem Schuljahr intensiviert. Das Angebot an ganztägigen Schulformen wird ausgeweitet, wobei die Zahl der Schüler, die ganztägige Angebote auch in Anspruch nehmen, eher bescheiden ist. An den 306 Standorten, die im vergangenen Schuljahr als ganztägige Schulen geführt wurden, nahm nur ein knappes Drittel (31 Prozent) das Angebot auch in Anspruch. Nichtsdestotrotz wuden für das Schuljahr 2016/17 20 neue Anträge für die Führung einer Ganztägigen Schule gestellt.

Der Direktor der Berufsbildenden Schulen Kirchdorf, Wolfgang Graßecker, zeigt sich erfreut, dass auf die Schulen in diesem Schuljahr nicht viele zusätzliche Neuerungen zukommen. „Es gilt alle im letzten Schuljahr begonnenen und zu einem guten Abschluss gebrachten Veränderungen zu verinnerlichen, dort wo noch Verbesserungsbedarf besteht nachzubessern und dafür zu sorgen, dass der Schulalltag ohne große Hektik in geregelten Bahnen abläuft“, berichtet Graß-ecker. Für die österreichische Bildungspolitik im Allgemeinen sieht Graßecker einigen Reformbedarf: „Es kann nicht sein, dass Änderungen verordnet und dann innerhalb weniger Wochen mehrmals verändert werden. Eine Entkoppelung der Bildungspolitik von ideologischer Parteipolitik wäre der einzig richtige Zugang für Neuerungen. Beginnend im Kindergarten über die Volksschule zur NMS und AHS-Unterstufe. Somit hätten auch wir wieder die Sicherheit, Schüler mit einem entsprechenden Wissensstand aufnehmen zu können“, so der Direktor.

Technik-Schwerpunkt

Die Landesregierung legt auch weiterhin einen Schwerpunkt auf die Förderung von technischen Angeboten an Neuen Mittelschulen. 13 Technische Neue Mittelschulen gibt es bereits in Oberösterreich, zwei davon im Bezirk Kirchdorf. Die T-NMS in Wartberg und Pettenbach erfreuen sich großer Beliebtheit und könnten nach der Aufhebung der Schulsprengel für Neue Mittelschulen ab dem Schuljahr 2017/18 noch mehr zu Anzugspunkten werden.

Die letzten Hauptschulklassen laufen derzeit aus. Auch Neue Mittelschulen im Bezirk führen in der siebenten und achten Schulstufe noch Hauptschulklassen.

Einschulungen

Bildungsstandards werden im heurigen Schuljahr für das Fach Mathematik in der achten Schulstufe erhoben. Dabei werden zu einem festgesetzten Datum (11. Mai) in ganz OÖ für Schüler dieser Schulstufe standardisierte Leistungsüberprüfungen durchgeführt. Seit Juli 215 sind laut Bildungslandesrat Stelzer und Landesschulratspräsident Enzenhofer 3171 Kinder von Flüchtlingen im Alter zwischen drei und 18 Jahren in Oberösterreichs Schulen untergebracht. 1600 davon sind in schulpflichtigem Alter. 201 Schüler von Asylbewerbern beginnen im heurigen Schuljahr ihre Schullaufbahn in Oberösterreich, im Bezirk Kirchdorf sind es nur neun Kinder.


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