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BEZIRK KIRCHDORF. Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen. Aktionen im Bezirk Kirchdorf sollen den Kontakt zu den Konsumenten verstärken und den Informationsaustausch fördern. Tips sprach darüber mit Vertretern der Bezirksbauernschaft.

  1 / 2   BBK-Obmann Franz Karlhuber, Bezirksbäuerin-Stv. Anita Kalchmayr, Bezirksbäuerin Erika Glinsner und OÖ Almvereinsobmann Johann Feßl (v. l.), Foto: Egelseder

Erika Glinsner aus Kremsmünster übernahm vor kurzem von Sonja Kiniger die Funktion der Bezirksbäuerin und wurde zur Vorsitzenden des Bäuerinnenbeirates des Bezirkes Kirchdorf gewählt. Seit 2007 ist Glinsner Ortsbäuerin von Kremsmünster, wo sie einen Schweinezuchtbetrieb führt. Für die Bezirksbäuerin sind das Vernetzen der Bauern und der Kontakt zu den Konsumenten wichtige Ziele. Deshalb werden auch die Aktionen am Weltmilchtag und am Tag des Apfels beibehalten. Ihr Leitspruch lautet: „Nicht alles zu jeder Zeit, aber jedes zu seiner Zeit.“

Realität zeigen

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Social Media Kanäle. „Diese können wir dazu nutzen, um den Leuten zu zeigen, wie wir arbeiten“, sagt Anita Kalchmayr. Der Bezirksbäuerin-Stellvertreterin aus Schlierbach ist es wichtig, „die Realität zu zeigen und wie heute eine moderne Landwirtschaft aussieht.“

Zahlreiche Herausforderungen

Schwankende Preise, instabile Märkte, Marktkonzentrationen und steigende Lebenserhaltungskosten sowie Anforderungen der Gesellschaft – das sind nur einige der Herausforderungen, mit denen die Landwirte konfrontiert sind. Das führt zu einem Strukturwandel, der bereits seit 1960 bemerkbar ist. Ein bis zwei Prozent der Bauern hören jährlich auf. Derzeit gibt es rund 1400 landwirtschaftliche Betriebe (Mehrfachanträge) im Bezirk Kirchdorf, 1995 waren es noch 2300.

Strukturwandel einbremsen

Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Karlhuber fordert deshalb Maßnahmen diesen Strukturwandel einzubremsen. „Wir brauchen Förderungen und Leistungsabgeltungen, um den Strukturwandel zu bewältigen und die Betriebe weiterzuentwickeln“, betont Karlhuber. „Ausgleichszahlungen wird es auch in Zukuft geben, jedoch werden diese überarbeitet. Auch an der Kennzeichnung von Verarbeitungsware werden wir arbeiten. Man sieht, eine Vielfalt an Themen beschäftigt uns und wir stellen uns dieser Diskussion“, so der Bezirksbauernkammer-Obmann.

Pflege der Landschaft oder Verlust der Almen

Den Strukturwandel sieht auch Johann Feßl, Obmann OÖ Almverein, problematisch: „Almflächen sind die Gebiete wo man die größte Vielfalt an Flora und Fauna findet. Wenn nicht mehr genug Betriebe ihre Tiere auf die Alm bringen, dann werden wir unsere Almflächen verlieren. Damit gehen wertvolle Lebensräume verloren.“


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