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KIRCHDORF AN DER KREMS. Aufgrund einer Änderung des Luftfahrtgesetzes errichtet das Landeskrankenhaus Kirchdorf einen neuen Hubschrauberlandeplatz am Dach des Hauses.

Skizze des neuen Hubschrauberlandeplatzes am LKH Kirchdorf. Foto: gespag
  1 / 4   Skizze des neuen Hubschrauberlandeplatzes am LKH Kirchdorf. Foto: gespag

Für Patienten die mittels Rettungshubschrauber überstellt werden, zählt jede Sekunde: Sie sind meist schwerverletzt und benötigen schnellstmöglich medizinische Hilfe. Aufgrund der veränderten Vorgaben entsprechend des neuen Luftfahrtgesetztes errichtet das Landeskrankenhaus Kirchdorf einen neuen Hubschrauberlandeplatz am Dach des Krankenhauses und sorgt damit für einen noch rascheren Zugang und entsprechende notfallmedizinische Versorgung.

Stahlkonstruktion wird bereits im März errichtet

Die dafür benötigte Stahlkonstruktion, als Grundlage für den neuen Hubschrauberlandeplatz, wird bereits im März am dritten Obergeschoss des Osttraktes – direkt über der Abteilung für Innere Medizin – errichtet. Ab Juni sollen die Rettungshelikopter dann nicht mehr am Boden, sondern in 22 Metern Höhe und somit direkt auf dem Krankenhaus landen. Der Vorteil: Die Wege zu den zur raschen Versorgung notwendigen Einheiten – wie dem Schockraum oder dem OP – werden dadurch noch kürzer.

Investition von 1,5 Millionen Euro

„Tatsache ist, unser bisheriger Hubschrauberlandeplatz wurde uns aufgrund einer Änderung des Luftfahrtgesetzes 2014 nicht weiter bewilligt. Dass wir einen brauchen steht aber ganz klar fest – jährlich werden rund 80 Patienten mit teils schweren Verletzungen in unser Spital gebracht“, informiert Rudolf Gruber, Kaufmännischer Direktor des Landes-Krankenhauses Kirchdorf und ergänzt: „Wir freuen uns sehr über diesen neuen und verbesserten Hubschrauberlandeplatz. Für eine Sport- und Freizeitregion wie die unsere ist die Entscheidung der oberösterreichischen Gesundheitsplattform, den neuen Hubschrauberlandeplatz auf einer Stahlkonstruktion am Dach des Krankenhauses zu errichten, natürlich großartig. Wir sehen diese Investition mit Umbaukosten von 1,5 Millionen Euro als positives Signal für die gesamte Region und den Standort Kirchdorf.“

Übung mit Feuerwehr

Doch bevor der neue Hubschrauberlandeplatz im Juni dem Flugverkehr übergeben wird, ist für Ende Mai noch eine wichtige Übung – gemeinsam mit der Feuerwehr Kirchdorf – geplant. Dabei wird nicht nur auf verschiedene mögliche Krisen­szenarien eingegangen, sondern auch der idealtypische Ablauf der Patientenannahme geprobt. Dies soll garantieren, dass alle Beteiligten sich zeitnah in ihre Rollen einfinden können, um für die Notfallsituation perfekt trainiert zu sein.


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