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MOLLN. Die Kinderbetreuung in Molln soll umstrukturiert werden. Einige Eltern befürchten nun einen Qualitätsverlust in der Betreuung ihrer Kinder.

Das Kinderbetreuungsangebot in Molln soll umstrukturiert werden. Foto: Schülerhort Molln
  1 / 3   Das Kinderbetreuungsangebot in Molln soll umstrukturiert werden. Foto: Schülerhort Molln

„Wir gehen davon aus, dass der Hort in die Nachmittagsbetreuung der Volksschule eingegliedert wird. Alles andere ist noch in Schwebe“, berichtet Bürgermeister Fritz Reinisch (ÖVP): „Es ist ein Gespräch beim Land Oberösterreich, Abteilung Bildung und Gesellschaft geplant. Wir fahren gemeinsam mit allen Fraktionen nach Linz und besprechen die weitere Vorgehensweise.“ Das habe auch eine Inspektorin, die bereits vor Ort war, vorgeschlagen.

Qualitätsverlust befürchtet

Besorgte Eltern befürchten einen Qualitätsverlust in der Betreuung ihrer Kinder, wenn der Hort geschlossen wird und stattdessen die Nachmittagsbetreuung in der Volksschule erfolgt. „Ein Lehrer ist dann lediglich 50 Minuten bei den Kindern zum Hausübung machen, dann erfolgt die Betreuung durch Freizeitpädagogen. Im Hort beträgt die Lernzeit eineinhalb Stunden und die Betreuung erfolgt durch Hortpädagogen“, erklären die Elternvertreter vom Hort Molln. Die Eltern fragen sich, warum der Hort nicht in die Schule verlegt wird.

Einsparungen sind nötig

„Wir brauchen eine neue Struktur. Das neue Konzept zielt darauf ab, dass wir auch Einsparungen schaffen“, sagt dazu Bürgermeister Fritz Reinisch: „Wir können mit Stolz sagen, dass wir eine der besten Kinderbetreuungen im Bezirk anbieten können, die aber auch zu den teuersten gehört. Die Betriebskosten des Kindergartens sind in unserer Gemeinde seit jeher im Vergleich überdurchschnittlich hoch.“

Gemeinderatsbeschluss

„Im Jahr 2017 gab es einen Gemeinderatsbeschluss, Überlegungen anzustellen, wie man bei den Kinderbetreuungseinrichtungen einen Teil der Kosten einsparen kann. Wichtig ist uns dabei ganz klar: Es geht um Optimierungen im Betrieb des Kindergartens und nicht um Einsparungen im Angebot der Kinderbetreuung oder den Betreuungszeiten“, erklärt Reinisch und betont: „Wir müssen in die Zukunft schauen. Aus jetziger Sicht können wir das Budget 2019 nicht mehr ausgleichen. Wir prüfen, wo Einsparungen getroffen werden können.“ Nicht nur die Kinderbetreuung sei dabei ein Thema, sondern auch beispielsweise der Bauhof.

Betreuung in den Ferien

In Molln gibt es auch in den Sommerferien ein Angebot für die Kinderbetreuung. „Wir haben nun keine Sicherheit mehr für die Betreuung während der Sommerferien“, sind die Elternvertreter besorgt. „Die Eltern sind verunsichert, denn bei einer Nachmittagsbetreuung gibt es keine Ferienbetreuung oder Betreuung an schulfreien Tagen“, teilt SPÖ-Fraktionsvorsitzender Walter Aigner mit. „Aufgrund der Gemeindefinanzierung Neu müssen wir Einsparungen treffen. Aber für den heurigen Sommer ist die Betreuung in den Ferien gesichert“, betont Fritz Reinisch.

Kosten sollen gespart werden

Die Elternvertreter kritisieren auch, dass „den Eltern nicht mitgeteilt wurde, welche Kosten dadurch wirklich gespart werden.“ Was die Verlegung des Hortes an Einsparungen tatsächlich bringe, könne man laut Bürgermeister noch nicht konkret sagen: „Vom Gesamtkonzept her erhoffen wir uns in etwa 100.000 Euro.“ Eine Pädagogin der Volksschule übernimmt den pädagogischen Teil. Derzeit arbeiten vier Frauen im Hort, eine oder zwei davon könnten anschließend die Freizeitgestaltung übernehmen.

Krabbelgruppe könnte ins Kindergarten-Gebäude übersiedeln

In den Hort-Räumen im Kindergarten-Gebäude könnte die Krabbelgruppe einziehen. „Die Krabbelgruppe wird derzeit als Provisorium geführt. Wir überlegen, diese in den Kindergarten zu übersiedeln, das wären passende Räumlichkeiten“, so Reinisch, das werde jedoch noch geprüft: „Gemeinsam mit Experten des Landes Oberösterreich sollen die derzeitigen hohen Ausgaben im Bereich der Kinderbetreuung kritisch überprüft und im Anschluss optimiert werden. Das Betreuungsangebot für die Kinder soll dabei in der gleichen Qualität wie derzeit sichergestellt bleiben.“


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Gastuser
Gastuser
24.04.2018 08:58

Nachmittagsbetreuung in der Volksschule?!

Was dem Bürgermeister auch klar sein sollte ist, dass mit ende des Hortes die Betreuung an schulfreien Tagen und in Ferien nicht sichergestellt ist. Sich aus der Verantwortung zu stehlen ist schäbig!

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Gastuser
Gastuser
22.04.2018 08:51

Sparen, sparen, sparen....

€ 100.000,-- einsparen bei gleichbleibender Qualität - wie soll das gehen? Das sind doch nur haltlose Versprechungen. Die Politik betont immer, wie wichtig die Kinderbetreuung ist. Fragt sich nur, warum sie uns dann nicht mehr wert ist.