Die Freiwillige Feuerwehr – mehr als nur eine ehrenamtliche Tätigkeit
BEZIRK KIRCHDORF. Am Bezirksfeuerwehrtag vergangene Woche in Micheldorf zogen die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes eine beeindruckende Bilanz. 782 Kameraden haben 2018 einen Teil ihrer Freizeit einer Ausbildung gewidmet.

Was es heißt, Feuerwehrler zu sein, war eindringlich während der Begrüßungsworte von Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Berc zu erleben. Es war ein Klingeln zu vernehmen – Alarmierung per Pager. Keine fünf Sekunden später verließ ein ganzer Tisch im Laufschritt den Saal, um zum Einsatz zu fahren. Um auf die verschiedensten Einsatzsituationen vorbereitet zu sein, wurde 2018 viel Zeit in Weiterbildungen und Schulungen investiert.
Ausbildung und Übungen sind an der Tagesordnung
Geübt wird, um die Arbeitsabläufe zu automatisieren, zu perfektionieren und so möglichst schnelle Hilfe garantieren zu können. Aber auch die Zusammenarbeit mit Feuerwehren aus anderen Gemeinden und anderen Blaulichtorganisationen ist ein wichtiger Bestandteil, um einen reibungslosen Ablauf im Einsatzfall sicherstellen zu können. Die Feuerwehren im Bezirk sind sich dieser Verantwortung bewusst und führen immer wieder gemeinsame Übungen durch. Zudem nahmen 78 Feuerwehrleute im vergangenen Jahr am Grundlehrgang teil, 41 Teilnehmer absolvierten den Funklehrgang und gleich 434 Kameraden besuchten einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule. 348 weitere Freiwillige besuchten daneben noch Kurse wie die Atemschutzgrundausbildung oder eine Weiterbildung im Tunnel und als Verkehrsregler.
Traumatische Einsätze
Im vollbesetzten Saal des Freizeitparks Micheldorf wurden auch zwei besonders im Gedächtnis gebliebene Einsätze aus dem Vorjahr den versammelten Kameraden noch einmal präsentiert. Der Kommandant der FF Inzersdorf berichtete von einem Unfall auf der A9 mit drei LKW, bei dem er als Einsatzleiter vor Ort war. „Obwohl wir als Autobahnfeuerwehr 7.890 Stunden im Jahr 2018 für Übungen und Weiterbildung aufgewendet haben, ist die Vorbereitung auf so einen Einsatz fast nicht möglich“, so Gerald Dilly, der auch die Nachbereitung von dramatischen Ereignissen hervorhebt. „Besonders mit jungen Kameraden ist es wichtig, im Nachhinein alles noch einmal zu besprechen und den Einsatz aufzuarbeiten“, so Dilly.
Gute Zusammenarbeit
Wie wichtig eine gute Vorbereitung ist, zeigte auch eindrucksvoll der Bericht von Peter Schoisswohl von der FF Hinterstoder. Beim Brand eines abgelegenen Bauernhofs war die Wasserversorgung die größte Herausforderung. Weil schon vor einigen Jahren jedoch die Pumpstellen markiert und beschildert wurden, war es auch für unterstützende Feuerwehren aus anderen Gemeinden leicht möglich, die Stellen schnell zu finden und die drei notwendigen 1,5 Kilometer langen Leitungen rasch zu verlegen.


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