Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Leben am Berg: „Die lieben Gäste und die unglaubliche Natur entschädigen einfach für alles“

Nora Heindl, 29.08.2019 12:03

ROSENAU. Von wegen, die jungen Leute zieht es nur mehr in die Stadt: Seit Mai diesen Jahres betreiben Marie-Theres Berger (24) und ihr Partner Franz Rodlauer (28) die über 140 Jahre alte Jausenstation Zicker-Reith am Hengstpass.

Die Jausenstation Zicker-Reith am Hengstpass. Foto: TVB Pyhrn-Priel
  1 / 5   Die Jausenstation Zicker-Reith am Hengstpass. Foto: TVB Pyhrn-Priel

Die Idee dazu kam der gelernten Konditormeisterin und dem ehemaligen Student der Agrar- und Umweltpädagogik auf einer mehrmonatigen Weltreise. „In Neuseeland haben wir für ein paar Wochen auf einer großen Farm gearbeitet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir nicht nur privat füreinander bestimmt sind, sondern auch im Job prima zusammenpassen“, so Franz Rodlauer.

„Nachdem wir, wieder zurück in Windischgarsten, eher zufällig erfahren haben, dass für das Zicker-Reith gerade ein neuer Pächter gesucht wird, ging alles sehr schnell. Zum einen kennen wir die Besitzer schon lange. Und zum anderen gefiel uns der Gedanke, dass wir hier oben nicht nur die Gastronomie und ein Schlaflager für 18 Personen betreiben, sondern uns auch noch um das Jungvieh auf den Almwiesen kümmern können“, sagt Marie-Theres Berger und erzählt auch gleich von ihrem Tagesablauf: „Los geht“s morgens mit dem Frühstück für die Übernachtungsgäste, kurz danach kommen bei schönem Wetter auch schon die ersten Wanderer und dann geht“s auf der Terrasse und in der Kuchl durch bis nach dem Abendessen.“

Auch wenn so ein Arbeitstag auf 950 Höhenmetern zumeist mehr als zwölf Stunden hat und die erste längere Pause erst im November ansteht – bereut haben die beiden ihre Entscheidung trotzdem nicht: „Die vielen lieben Gäste und die unglaubliche Natur rund um uns herum entschädigen einfach für alles“, sind sich Rodlauer und Berger einig.

Und ihre Lieblingswanderung, wenn doch mal etwas Zeit für das Privatleben bleibt? „Gleich hinter der Hütte beginnt der Aufstieg zum Wasserklotz, von dem man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark Kalkalpen und das Hintergebirge hat.“ Der Weg hinauf ist übrigens ganzjährig begehbar – ein guter Grund, um im Winter mit Tourenski oder Schneeschuhen wiederzukommen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden