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Burg Altpernstein: „Wir wollen den Geist der Jugend in den alten Gemäuern wieder aufleben lassen“

Nora Heindl, 04.09.2019 19:05

MICHELDORF. Stolz thront die Burg Altpernstein über Micheldorf. Beim Blick hinauf ist nichts zu erkennen, im Inneren aber bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Seit März wird die Burg generalsaniert. Die Kosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. 

Foto: Peter Leeb/ISK
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Als neuer Pächter der Burg hat sich das Institut für Soziale Kompetenz (ISK) einiges vorgenommen, „aber schließlich wollen wir die Burg für mehrere weitere hundert Jahre fit machen“, erzählt Peter Leeb. Geplant ist etwa die Installation einer Zentralheizung, eine komplett neue Elektroverkabelung, die Sanierung der Fenster und und und. „Das Dach wurde zum Glück vor 15 Jahren neu gemacht. Dafür kamen Überraschungen wie verkohlte Dachträger zum Vorschein, die wir natürlich reparieren mussten“, weiß der ISK-Gründer.

Neu hinzukommen 30 Zimmer inklusive Bad mit insgesamt 100 Betten sowie zehn Seminar- und Gruppenräume. Noch bis Ende September kann man jeden Sonntag um 15 Uhr bei einer Burgführung einen Blick auf die Baustelle werfen. „Vor allem die Einheimischen sind natürlich neugierig, was wir mit ihrer Burg machen“, erzählt Leeb. Bereits zur Verfügung stehen im Außenbereich der Bogenparcours, der Klettersteig und der E-Bike-Verleih. Und auch die Sonnenterrasse hat jeden Samstag und Sonntag von jeweils 11 bis 19 Uhr geöffnet. „Es ist schön wenn uns die Menschen aus der Umgebung von früher erzählen, als sie fast jedes Wochenende mit ihren Eltern auf der Burg waren. Das war für viele damals eine Tradition und ist es zum Teil bis heute geblieben, nur kommen sie jetzt mit ihren eigenen Kindern“, freut sich Peter Leeb.

Kommende Veranstaltungen

Gerade deshalb tut sich auch während der Bauarbeiten einiges auf der Burg. So spielt kommenden Samstag, 7. September, um 18 Uhr die Band Mehlbrass auf der Terrasse auf, auch Führungen werden an diesem Tag ab 15 Uhr angeboten. Zum Tag des Denkmals (29. September) ist ein 3-Tages-Fest geplant. Der neue Rittersaal soll im November mit einem Benefizkonzert eingeweiht werden und auch Weihnachtsfeiern sind bereits geplant.

Der Beherbergungsbetrieb startet dann mit Jänner. „Wir haben schon jetzt Reservierungen, etwa für Hochzeiten“, freut sich Peter Leeb. Bis im Frühling sollen dann wirklich alle Bauarbeiten erledigt sein.

Ob er sich die Arbeit noch einmal antun würde? „Jetzt schon wieder, aber anfangs mit den vielen Überraschungen, von denen wir vorher nichts wissen konnten, und die Kälte im Winter, haben mich schon zweifeln lassen“, kann der ISK-Verantwortliche heute darüber lachen und hält daran fest, die Burg zu einer Art Erlebnisburg auferstehen lassen zu wollen: „Zum einen ist unsere Motivation, die Burg als Wahrzeichen zu erhalten. Zum anderen möchten wir den Geist der Jugend in den alten Gemäuern wieder hochleben lassen.“ 70 Jahre hatte die Katholische Jugend zuvor die Burg gepachtet, um jährlich etwa 9.000 Kindern aus ganz Oberösterreich eine besondere Zeit zu bescheren. Der hohe Bekanntheitsgrad der Burg zeigte sich schon beim Wiedereröffnungsfest vergangenen Herbst. Rund 1.200 Besucher kamen zu der zweitägigen Veranstaltung.

Das ISK selbst hat den Pachtvertrag mit 1. Juli 2018 auf 99 Jahre unterschrieben. Unter der Woche werden vor allem Schulen auf der Burg zu Gast sein, egal ob in Form von Wander-, Erlebnis- oder Kennenlerntagen, eintägig oder mehrtägig. Das Wochenende steht für Seminare, Hochzeiten, Veranstaltungen und dergleichen zur Verfügung. Ab 2020 werden dann auch Feriencamps abgehalten.


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