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Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher: "Derzeit läuft alles gesittet und kooperativ ab"

Susanne Winter, MA, 21.03.2020 11:52

BEZIRK KIRCHDORF. Rund 80 Polizisten kontrollieren derzeit im Bezirk Kirchdorf die Einhaltung der von der Regierung beschlossenen Verordnungen. Laut Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher, laufe derzeit „alles gesittet und kooperativ ab.“ Knapp zehn Anzeigen hat es bis dato gegeben.

Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher, Foto: BPK KI
Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher, Foto: BPK KI

„Wir haben 83 Beamte in unserem Dienstsystem, das Tag und Nacht abdecken muss, im Einsatz. Das wechselt täglich und die Planung erfolgt anlassbezogen. Dabei achten wir darauf, die Einsatzfähigkeit der Polizisten aufrecht zu erhalten“, berichtet Franz Seebacher.

Polizei kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften

Für die Verordnungen und auch für die juristische Auslegung der Verordnungen, die die Regierung im Sinne des Epidemiegesetzes erlassen hat, ist die Bezirkshauptmannschaft zuständig. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften. „Wir gehen mit nachdrücklichen Aufforderungen und Ermahnungen vor. Sollte Ablehnung herrschen, wird es auch Anzeigen geben“, betont der Bezirkspolizeikommandant.  Knapp zehn Anzeigen gibt es bis dato, das betraf Leute, die nicht einsichtig waren und gegen die Vorschriften verstoßen haben, wie Abstandsregelung, Gruppenbildungen und Betreten von bestimmter Infrastruktur.

Polizei ist unterstützend vor Ort

Die Polizei ist verstärkt bei Infrastruktur wie Lebensmittelmärkten und Apotheken unterwegs. „Damit wir unterstützend vor Ort sind, wenn es Spannungen geben könnte“, erklärt Franz Seebacher und betont: „Derzeit läuft alles gesittet und kooperativ ab.“

Unternehmen wurden von Wirtschaftskammer informiert

Firmen werden laut dem Bezirkspolizeikommandanten derzeit nicht kontrolliert: „Die Wirtschaftskammer hat die Unternehmen mit Aussendungen über innerbetriebliche Vorkehrungen, die umgesetzt werden müssen, informiert. Auch wer schließen muss und offen haben darf, wissen die Firmen.“ Die Kontrolle durch die Polizei erfolgt eher im öffentlichen Bereich, wie in Orts- und Stadtzentren sowie auf Spielplätzen.

Verkehrskontrollen durchgeführt

Auch die Einhaltung der behördlichen Verkehrsbeschränkungen im Sinne des Epidemiegesetzes wird von der Polizei überwacht. „Lenker müssen Auskunft ergeben, warum sie unterwegs sind und ob ihre Fahrten berichtigt sind“, erklärt Seebacher.

Häusliche Gewalt und Nachbarschaftskonflikte

„Die häusliche Gewalt wird sicher auch ein Thema werden“, meint der Bezirkspolizeikommandant, der von einem Fall berichtet, der sich im nachbarschaftlichen Verhältnis abgespielt habe: „Auch zwischen mehreren Parteien, die in einem häuslichen Verhältnis leben, können durch das bedrängende Gefühl Konflikte entstehen. Wir gehen dagegen mit Betretungsverboten und Anzeigen vor, um die Gefahr der Gewalt zu bannen.“

Polizei ist oft erste Anlaufstelle

Die Polizei verzeichnet derzeit eine sehr große telefonische Frequenz. Sie ist oft die erste Anlaufstelle für diverse Fragen. Die Anrufer erkundigen sich allgemein über die Verordnungen und Beschränkungen, den Ablauf von Fristen bei Dokumenten, teilweise geht es auch um gerichtliche Dinge. „Wir leiten sie an die zuständigen Stellen weiter. Für alles was die behördlichen Angelegenheiten anbelangt, wie Führerschein, Reisedokumente und so weiter gibt es eine Telefonhotline der Bezirkshauptmannschaft. Über rechtliche Angelegenheiten informieren beispielsweise Arbeiterkammer, AMS, Wirtschaftskammer und Gericht,“ erklärt Franz Seebacher abschließend.


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