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BEZIRK KIRCHDORF. 2018 waren Personen im unwegsamen Gelände 105-mal auf die Einsatzkräfte der Bergrettung des Bezirkes Kirchdorf angewiesen – 2019 steigerte sich die Zahl der Einsätze auf gesamt 121.

  1 / 9   Ehrengäste bei der Einweihung der generalsanierten Einsatzzentrale der Bergrettungsortsstelle Spital am Pyhrn im Jänner. Foto: Bergrettung Spital am Pyhrn

Bei den Ausrückungen der acht Bergrettungsortsstellen des Bezirkes Kirchdorf wurden insgesamt 69 verletzte Sportler versorgt. In sieben Fällen konnten die Einsatzmannschaften nur mehr tödlich verunglückte Personen bergen, wobei drei davon auf den land- und forstwirtschaftlichen Bereich entfallen.

Dreitägiger Sucheinsatz

Psychisch und physisch besonders fordernd für die Bergretter des Bezirkes war der drei Tage andauernde Sucheinsatz nach einem verunglückten Bergsteiger im August 2019 auf der Kremsmauer. Beteiligt waren rund 80 Einsatzkräfte aus den umliegenden Ortsstellen, der Bergrettungsdienst Oberösterreich Hundestaffel, der Canyoninggruppe und weiteren Organisationen. Leider kam dieser Einsatz trotz massivem Personal- und Materialaufwand zu keinem positiven Abschluss.

Digitales Funknetz

Auch im organisatorischen Bereich hat sich im Jahr 2019 bei der Bergrettung einiges weiterentwickelt. Ein digitales Funknetz, welches sämtliche Blaulichtorganisationen miteinander verbindet, ging mit Beginn 2020 im Bezirk in Betrieb.

Einsatzzentrale der Ortsstelle Spital am Pyhrn saniert

Ebenfalls zu Beginn des neuen Jahres wurde nach fast sechs monatiger Bauzeit die generalsanierte Einsatzzentrale der Ortsstelle Spital am Pyhrn eingeweiht. Die Renovierung der im ehemaligen Feuerwehrrüsthaus untergebrachten Einsatzzentrale war nach einigen Wasserschäden durch undichte Kanalrohre, wegen alter und defekter Installationsleitungen und nach einem Leck im Dach nötig geworden. Im Zuge der Arbeiten kamen dann noch weitere Schäden an der Bausubstanz zu Tage – so musste letztlich auch die Außenfassade erneuert werden, weil die alte Wärmedämmung nicht mehr ausreichend mit dem Mauerwerk verbunden war.

Mehr als 800 Stunden an Arbeitsleistung

Die Raumaufteilung und die technische Ausstattung wurden an die heutigen Anforderungen und Möglichkeiten einer effizienten Einsatzabwicklung angepasst. So können alle einsatzrelevanten Tätigkeiten im Erdgeschoß abgewickelt werden, dafür ist im Obergeschoß ausreichend Platz für Fortbildungen und Versammlungen der aktuell 43 Mitglieder der Ortsstelle. Mit der Anbindung an das Glasfasernetz sind die Bergretter auch für die Zukunft im Datenaustausch gerüstet. Mehr als 800 Stunden an Arbeitsleistung wurden durch die Bergretter selbst erbracht. Dank der großzügigen Spenden der Spitaler Bevölkerung sowie ortsansässiger Firmen konnte auch die geplante finanzielle Beteiligung der Bergrettung Spital am Pyhrn gestemmt werden. Ortsstellenleiter Georg Schürrer bedankte sich bei allen Beteiligten, die die Umsetzung dieses Vorhabens möglich gemacht haben.

Umbauarbeiten finden auch bei der Ortsstelle Kirchdorf statt, welche im Laufe des heurigen Jahres abgeschlossen werden. Praktisch fertiggestellt sind die Renovierungsarbeiten der Einsatzzentralen in Grünburg/Steinbach und Molln.

Herausforderungen durch die Corona-Pandemie

Das Jahr 2020 stellt die Bergrettung vor ganz neue Herausforderungen. „Das Auftreten der Corona-Pandemie verlangt einen besonders rücksichtsvollen Umgang innerhalb unserer Einsatzorganisation und auch mit Verunfallten, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten“, berichtet Horst Humpelsberger. Der Gebietsleiter der Bergrettung Oberösterreich appelliert an alle Outdoor-Begeisterten, aufgrund der momentanen Situation hohe Risiken zu vermeiden und auf Touren im alpinem Raum generell zu verzichten.


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