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BEZIRK KIRCHDORF. Die neue Online-Plattform „Wildes Österreich“ soll Anbieter von heimischem Wildfleisch mit naturbewussten Genießern zusammenbringen. Was hinter der neuen Vernetzungsmöglichkeit steckt und welches Stück Fleisch gegrillt am besten schmeckt, erklärt Franz Humpl, Bezirksjägermeister des Bezirkes Kirchdorf.

Bezirksjägermeister Franz Humpl vor seiner Jagdhütte in Spital am Pyhrn (Foto: Kepplinger)
  1 / 2   Bezirksjägermeister Franz Humpl vor seiner Jagdhütte in Spital am Pyhrn (Foto: Kepplinger)

Wird an heißen Sommertagen der Grill angeheizt und die Lust auf ein saftiges Stück Fleisch groß, steht oftmals die Frage nach der Bezugsquelle von heimischem Fleisch im Raum. Für alle Wildbret-Liebhaber bietet nun die neue App „Wildes Österreich“ eine Antwort auf diese Frage. Jäger mit Sammelstellen oder Direktvermarktung können sich auf der Vernetzungsplattform anmelden und ihr Wildbret anbieten.

Suche nach Wildfleisch

„Will man bei uns im Bezirk Wildfleisch kaufen, fragt man sich durch. Die neue Online-Plattform ist daher eine tolle Sache und eine gute Erweiterung, weil sie die Suche beschleunigt. Die Jäger, Gastronomen und Fleischliebhaber können dadurch noch einfacher miteinander in Kontakt treten“, erzählt Bezirksjägermeister Franz Humpl. Auch sei durch die Coronakrise die heimische Lebensmittelproduktion mehr in den Vordergrund gerückt, woran jetzt unbedingt angeschlossen werden müsse: „Die kleinstrukturierte Landwirtschaft hier in unserem Bezirk ist extrem wichtig und gut. Durch die Einschränkungen wegen des Coronavirus und den Vorfällen in den Schlachthöfen sind die Menschen nun aufmerksamer als sonst, wo ihre Lebensmittel herkommen und was sie konsumieren.“

Heimische Lebensmittelproduzenten

Der 56-jährige Milchbauer aus Spital am Pyhrn weiß, wovon er spricht: „Im kleinen Kreis konnte man während des Lockdowns Versorger spielen. Mit der neuen Online-Plattform von Jagd Österreich wäre das in Bezug auf Wildbret auch weiterhin möglich.“Die Benützung dieser Plattform und der Kauf von heimischem Wildbret nütze nicht nur den ortansässigen Jägern, ist der Bezirksjägermeister überzeugt: „Wir Jäger kümmern uns ja nicht nur um schmackhaftes Wildbret, sondern auch um den Fortbestand von Wildtieren sowie um die Erhaltung von Natur- und Lebensräumen, wovon schlussendlich alle Naturliebhaber in unserer Region profitieren.“

1.247 aktive Jäger im Bezirk

Im Bezirk Kirchdorf gibt es insgesamt 1.247 aktive Jäger, darunter 1.146 Männer und 101 Frauen. Die 104 Jagdgebiete im Bezirk bieten den Jägern genügend Platz und Möglichkeit, ihrer Tätigkeit nachzugehen. „Mit der Anmeldung auf der Plattform haben die Jäger unseres Bezirkes die Möglichkeit, sich und ihr Wildbret selbst zu vermarkten“, so Franz Humpl.

Franz Humpl: „Mein Geheimtipp am Grill“

Franz Humpl ist seit 7. März Bezirksjägermeister des Bezirkes Kirchdorf und verbrachte schon viel Zeit auf seiner Jagdhütte, auf Hochständen und vor dem Grill. „Wildbret ist genauso einfach zuzubereiten wie jedes andere Fleisch. Nur schmeckt es einfach gleich viel besser, weil man weiß, dass das Tier gut gelebt hat und keine langen Transportwege über sich ergehen lassen musste.“ Sein Geheimtipp? „Gamsfleisch. Ein kurz angebratenes Stück vom Rücken ist mein absoluter Liebling. Isst man einmal ein Gamsfleisch, will man nichts anderes mehr“, verrät der Bezirksjägermeister augenzwinkernd.


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