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STEINBACH AN DER STEYR/LINZ. Immer mehr Pfarren setzen auf Strom aus erneuerbarer Energie. Eine von ihnen ist die Pfarre Steinbach an der Steyr, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Pfarrzentrums errichtete. Der erzeugte Strom wird vor allem ins Stromnetz eingespeist.

  1 / 2   Auf dem alten Pfarrhof in Steinbach an der Steyr befindet sich eine Photovoltaikanlage. (Foto: Neuhuber)

Immer mehr Pfarren nutzen Strom aus erneuerbarer Energie. Ein wesentlicher Teil der Herstellungskosten wird von der Diözese Linz aus Mitteln des Kirchenbeitrags übernommen. „Diese Förderung ist ein Geschenk. Jede geeignete und sinnvolle Fläche muss für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Nur dann kann es uns gelingen, die Klimaziele bis 2050 zu erreichen“, ist Regionaldiakon Carlo Neuhuber überzeugt. Er nutzt Photovoltaikanlagen selbst, um sein Carsharing-Elektroauto zu laden.

Eine der Pfarren, die das Angebot der Diözese Linz nutzen, ist die Pfarre Steinbach an der Steyr im Bezirk Kirchdorf. Sie errichtete eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Pfarrzentrums mit einer Leistung von 6 Kilowatt-Peak (kWp). Gleichzeitig wurde am Carport beim Alten Pfarrhof eine Photovoltaikanlage (10 kWp) installiert. Diese Gemeinschaftsanlage liefert 9.700 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Derzeit wird ein Großteil des produzierten Stroms wird ins Stromnetz eingespeist.

85 Anlagen bisher

Der Bau von Photovoltaikanlagen wird seit 2016 zentral koordiniert. Seither gingen 85 Anlagen in Betrieb, ungefähr 15 wurden bereits zuvor errichtet und weitere zehn werden gerade vorbereitet. Die Gesamtfläche der Solarstromanlagen beträgt derzeit rund 3.000 Quadratmeter. 2019 wurde ungefähr der Jahres-Stromverbrauch von 140 Haushalten mit je drei Personen erzeugt.

Zentrale Datenerfassung

In einem zentralen Portal werden die wichtigsten Leistungsdaten der diözesanen Photovoltaikanlagen gesammelt. In Echtzeit ist dort zu sehen, wie viel Strom eine Anlage derzeit produziert oder wieviel Kohlendioxid jährlich eingespart wird. Demnächst soll im Dekanat Molln eine Broschüre erscheinen, die Ideen für die Einsparung von Kohlendioxid im Alltag und für Möglichkeiten erneuerbarer Energie liefert. Derzeit sei es für Privatanbieter noch schwierig, die Lieferung von Sonnenstrom an mehrere Haushalte individuell abzurechnen, sagt Neuhuber. Er selbst lasse sich davon nicht abhalten, Solarstrom zu erzeugen.


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