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Franz Windischhofer freut sich über neue Sendegeräte für "Radio San Antonio de Padua"

Sophie Kepplinger, BA, 28.03.2021 19:11

MOLLN/PERU. Franz Windischhofer war lange Zeit Aushilfspriester in Molln, die Bevölkerung hat ihn in guter Erinnerung. Derzeit befindet sich der oberösterreicher in Callalli, Peru, wo er im Rahmen eines Vereins gemeinsam mit anderen eine Radiostation betreibt.

(Foto: Franz Windischhofer)
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Die seit 1993 bestehende Radiostation „San Antonio de Padua“ in Callalli in Peru sendet auf Mittelwelle AM 1270. Betrieben wird der Sender von einem Verein, dem auch Franz Windischhofer, Missionar und Aushilfspriester in Molln, angehört. „Der Sender ist ein äußerst wichtiges Kommunikationsmittel, vor allem in dieser sehr gebirgigen und teilweise schwer zugänglichen Landschaft, in der die Höfe weit verstreut und hoch, bis an die 5000 Meter, liegen“, sagt der Padre aus Oberösterreich. „Internet und Handybetrieb funktionieren in vielen Gegenden nicht. Die Sendungen bieten Informationen, es gibt Programme über Erziehung, Bildung, Gesundheit und Religion.“

„Radio San Antonio“ informiert

Gerade jetzt während der Pandemie – Peru stand monatelang unter Quarantäne - zeigt sich die Wichtigkeit der Radiostation besonders. Gesundheit, Hygiene, Prävention wurden immer wieder in diversen Sendungen thematisiert. Über „Radio San Antonio“ wird seit Jahren die Kommunikation der Menschen, welche in Arequipa oder anderen Städten leben, mit ihren Familienangehörigen auf den Höfen wesentlich ermöglicht und erleichtert, denn ein Mobiltelefon-Empfang ist bei weitem nicht überall möglich. Bürgermeister, Polizei, Gesundheitswesen und Schulleitungen können über „Radio San Antonio“ mit ihren Informationen die Mitbürger erreichen. „Dem Radio kommt weiters eine wesentliche Rolle gegen menschliche Isolierung zu, es ist wichtig für die Psyche der Menschen“, ist Franz Windischhofer fest überzeugt.

Schulunterricht über Radio und Internet

Da auch die Schulen geschlossen sind, erfolgte der Unterricht während des ganzen vergangenen Schuljahres virtuell über Radio und Internet, auch heuer wird er jedenfalls noch bis Juli so weitergeführt werden. „Radio San Antonio“ überträgt die Sendungen des Unterrichtsministeriums für die Schüler. Ob es in den Gemeinden am Land in diesem Jahr überhaupt noch Unterricht mit Anwesenheit der Schüler geben wird, ist und bleibt ungewiss. Bedingt durch diese Situation des Notstandes, in dem sich Peru nach wie vor befindet, hat das Ministerium für Transport und Kommunikation dem Sender die Möglichkeit gegeben, mit mehr als einem KW zu senden, um so die Reichweite zu erhöhen. Weil das alte Sendegerät immer mehr für Störungen anfällig geworden war, sollte es nun durch ein modernes und stärkeres Sendegerät ersetzt werden, was wiederum auch eine neue Antenne nötig machte. Allein das Geld für dieses Vorhaben fehlte. So wandte sich Franz Windischhofer an die Missionsstelle seiner Heimatdiözese Linz, welche sich des Anliegens gerne annahm.

Neue Antenne ermöglicht

Im Miteinander von Missionsstelle, Welthaus Linz und dem Referat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Oberösterreich wurde es schließlich möglich, aus dem Bedürfnis neuer Sendegeräte Wirklichkeit werden zu lassen. Die Freude darüber in Callalli ist nun groß. „Radio San Antonio de Padua“ kann mittlerweile über das Colca-Tal (Provinz Caylloma, Bundesland Arequipa) hinausstrahlen und so wesentlich mehr Menschen erreichen, zudem hat sich die Tonqualität durch Verlegung von 120 Radialantennen am Boden verbessert. Franz Windischhofer ist sehr berührt von der Hilfe aus der Heimat, ohne die das Vorhaben nicht umgesetzt werden hätte können: „Ich bin nun sehr erleichtert und dankbar, dass alles so gut geschafft wurde!“

Höchste Alarmstufe in der Provinz Caylloma

Covid-19 hat Peru hart getroffen, auch Franz Windischhofer musste um enge Mitarbeiter trauern. Aktuell ist in der Provinz Caylloma wegen des Virus die höchste Alarmstufe ausgerufen. Auch die Kirchen sind wieder geschlossen, es gibt zur Osterzeit keine Gottesdienste mit Gläubigen, keine Versammlungen, es herrscht striktes Ausgeh- und Fahrverbot. Franz Windischhofer empfindet die Lage inzwischen oft als trist und zermürbend, dennoch sagt er mit Blick nach vorne: „So bleibt die Hoffnung und Zuversicht, und Ostern kommt sicher!“ Seit Jahren setzt der oberösterreichische Missionar mittels seiner Sozialprogramme der Not der Menschen in seinen fünf Pfarren (Callalli-Sibayo-Tisco-Imata-Caylloma) im Hochland der Anden etwas entgegen, insbesondere durch seine Ausspeisungen für Alte und Kranke, aber auch für Schulkinder.


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