Zwei Komponisten aus dem Bezirk Kirchdorf beim Österreichischen Blasmusikforum in Vorarlberg
PETTENBACH/STEINBACH AN DER STEYR. Musikalische Begegnungen, Orchesterarbeit auf professioneller Ebene, aktiver Austausch und neue Denkansätze standen im Vordergrund des Österreichischen Blasmusikforums, an dem auch Florian Moitzi aus Pettenbach und Peter Deutsch aus Steinbach an der Steyr teilnahmen.

Der Österreichische Blasmusikverband bietet mit dieser Fortbildungsveranstaltung, welche von fachkundigen und renommierten Dozenten geleitet wird, ein umfangreiches Angebot für Dirigenten, Dirigierschüler, Musiker, Registerführer, Komponisten sowie Interessierte an. Obwohl coronabedingt das Blasmusikforum 2021 als eine Notlösung im August in Vorarlberg stattfinden musste, konnte die Veranstaltung mit 28 Teilnehmern und großem Erfolg durchgeführt werden.
Komponisten-Werkstatt mit Oliver Waespi
Acht Teilnehmer, darunter Florian Moitzi aus Pettenbach und Peter Deutsch aus Steinbach an der Steyr, erhielten vom bekannten Schweizer Komponisten Oliver Waespi Klassen- und Einzelunterricht. Die Werke wurden mit einem „AdHoc-Orchester“ sowie dem Kursorchester Windwerk geprobt und beim Abschlusskonzert uraufgeführt. Eine Besonderheit war die Zusammenarbeit zwischen den Dirigenten und Komponisten. Als Team wurden die Interpretationen erarbeitet, wobei Waespi regelmäßig die Änderungen der Orchestration bei der Arbeit mit dem Orchester kurzfristig hören und ändern ließ. Es war ein erfolgsversprechender Werkstatt- und Laborgedanke zwischen Dirigenten, Komponisten und dem Orchester.
„Ein einmaliges Erlebnis“
„Die Komponisten-Werkstatt im Rahmen des Blasmusikforums war ein einmaliges Erlebnis. Der Referent und Coach Oliver Waespi hat die Werke der Teilnehmer im Vorfeld gründlich analysiert. Bereits am ersten Tag bekamen wir hilfreiche Tipps, um unsere Kompositionen und die Instrumentation zu verbessern. Waespi versteht es hervorragend, sich auf die individuellen Vorlieben beim Schreiben einzulassen. Er schafft es immer sofort, Bezüge zu Werken bekannter Komponisten herzustellen. Da am zweiten und am dritten Tag Proben mit dem Windwerk-Orchester stattfanden, mussten die Partituren und die Einzelstimmen ständig adaptiert, ausarrangiert und ausgedruckt werden. Dazu musste bis in die Nacht gearbeitet werden, was bei dieser Hitze oft etwas stressig war. Bei den Proben mit dem professionellen Orchester konnte Waespi zu den Kompositionen hilfreiche Bemerkungen machen und ad hoc auch Änderungen vornehmen. Für uns Komponisten war dies eine sehr wertvolle Erfahrung“, berichtet Florian Moitzi, Teilnehmer an der Komponisten-Werkstatt.


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