"Strom kennt keine Grenzen": die Anfänge der Energiequelle Enns
STEINBACH AN DER STEYR. Das neue Buch „Strom kennt keine Grenzen“ des Kulturhistorikers Raimund Locicnik aus Steinbach an der Steyr beleuchtet die Geschichte des Kraftwerks Staning.

Rund dreieinhalb Jahre hat Raimund Locicnik an seinem neuen Werk „Strom kennt keine Grenzen – Die Geschichte der Oberösterreichischen Elektrizitätswirtschaft am Beispiel des Kraftwerkes Staning“ gearbeitet. Als ehemaliger Stadtarchivar von Steyr hat sich der Autor dabei umfassend und detailliert mit der frühen Nutzung der Enns als Energiequelle beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Planung und der Bau des Kraftwerkes Staning an der Enns. Gemeinsam mit dem Speicherkraftwerk Kaprun und dem Laufkraftwerk Ybbs-Persenbeug zählte Staning zu den Pilotprojekten der NS-Energiepolitik. Seine Realisierung wurde bis in die höchsten Führungsetagen der NS-Verwaltung diskutiert und kostete letztendlich mehreren hochrangigen Ministern und Funktionären ihren Job. Adolf Hitler traf dafür höchstpersönlich die Entscheidung. Nicht minder spannend verlief aber auch das Leben rund um und auf der Baustelle.
Berichte eines Zeitzeugen
Neben den ausführlichen Forschungsergebnissen von Locicnik findet sich in „Strom kennt keine Grenzen“ auch eine Reihe von Kurzgeschichten von Locicniks Co-Autor Horst Genenger. Der Zeitzeuge aus Norddeutschland war von 1943 bis 1945 in Staning evakuiert und schrieb seine Erlebnisse nieder.
Strom – ein aktuelles Thema
„Strom ist in Zeiten wie diesen ein spannendes Thema“, sagt Locicnik. Vor allem jetzt, wo Blackouts immer eindringlicher vorhergesagt werden, seien die Themen Strom und Energie mehr als aktuell.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden