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SPITAL AM PYHRN/BEZIRK KIRCHDORF. Viele freuen sich bereits auf den beleuchteten Sternenhimmel in der Silvesternacht. Für die meisten Wildtiere bedeutet die Knallerei aber enormen Stress.

Schon vor der Silvesternacht werden bereits Böller gezündet und schrecken Wildtiere – hier ein Winterrudel Rehe – auf. (Foto: Ch. Böck)

Für viele ist es ungebrochene Tradition, nach einem ereignisreichen Jahr zu Silvester um Punkt Mitternacht Raketen in den Nachthimmel zu schicken. Doch während dieses Spektakel für viele Menschen als ein Highlight des Jahres gilt, durchleben die Wildtiere indes Paniksituationen. Denn vor allem der Lärm setzt nicht nur den eigenen Ohren zu, sondern erzeugt bei Tieren enormen Stress. Während aber bei Haustieren noch die Möglichkeit besteht, als Besitzer schützend dem Tier zur Seite zu stehen und entweder in den eigenen vier Wänden zu bleiben oder mit dem Tier in eine ruhige Gegend zu fahren, sind Wildtiere zum Jahreswechsel komplett auf sich alleine gestellt.

Lärm bedeutet für die Tiere Lebensgefahr

„Wildtiere verbinden mit plötzlichem Lärm oder einem Knall Gefahr und reagieren darauf mit Panik“, erklärt Bezirksjägermeister Franz Humpl aus Spital am Pyhrn: „Die Tiere wissen, dass Lärm für sie Lebensgefahr bedeuten kann. Ein Büchsenschuss ist ja auch nichts anderes als ein lauter Knall.“ Vor allem rund um Silvester beobachte der Bezirksjägermeister, dass die Wildtiere unruhig seien. „In der Nähe von Rotwildfütterungen reagieren die Tiere besonders empfindlich. Wenn es dann schon drei Tage vor und zwei Tage nach Silvester überall knallt, merkt man, dass die Tiere nicht so stressfrei und ungehemmt wie sonst zur Fütterung kommen“, betont Humpl.

In Orten und Ballungszentren kein direktes Problem

Nichtsdestotrotz gehören Böller und Raketen um Mitternacht des 31. Dezembers „einfach dazu“, sagt der Spitaler und betont: „Silvester kann aber auch mit Rücksicht auf die Wildtiere gefeiert werden.“ Gerade in der Nähe von Fütterungsstellen oder in freier Wildbahn sind Raketen fehl am Platz. „In den Orten und Ballungszentren ist es für das Wild kein direktes Problem. Aber Silvesterknaller in der Nähe von Fütterungen und Wäldern bedeuten für die Tiere Unruhe, Stress und Gefahr.“


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