Naturschutzbund: Luchspopulation in den Alpen besonders gefährdet
REGION KALKALPEN/ÖSTERREICH. Die bisherigen Bemühungen reichen laut Naturschutzbund nicht aus, um das langfristige Überleben des Luchses zu sichern. Besonders in der alpinen Population brauche es dringend weitere Maßnahmen.

„Der Luchs ist in Österreich akut gefährdet“, warnt der Naturschutzbund. Vor allem bei der alpinen Luchspopulation bestehe Handlungsbedarf. Die alpine Luchspopulation setzt sich aus vier getrennten Subpopulationen zusammen – dadurch sind die Vorkommen klein und leiden teilweise an Inzucht. Die sechs Luchse im Nationalpark Kalkalpen bilden einen Teil der alpinen Population, haben aber seit Jahren keinen Nachwuchs hervorgebracht. Das beschäftigt auch die Arbeitsgemeinschaft Luchs Oberösterreichische Kalkalpen (LUKA), in der auch der Naturschutzbund vertreten ist. Laut Experten brauche es dringend Maßnahmen, um die einzelnen Teile der alpinen Population zusammenzuführen. Bis heute fehle Österreich eine nationale Strategie mit länderübergreifenden Abstimmungen, so die Kritik des Naturschutzbundes. Diese müsse auch verschiedene Wiederansiedlungsoptionen sowie einen Fahrplan zur Einbindung aller lokalen Akteure beinhalten. Durch die Zusammenarbeit von Jägerschaft, Grundbesitzern, Naturschützern, Landes- und Nationalparkverwaltung in der LUKA konnte das regionale Verschwinden eines Luchsvorkommens bisher verhindert werden. Ziel solle eine selbstständig überlebensfähige Luchspopulation im nördlichen Kalkalpenbereich sein. Dafür seien in der Steiermark, Niederösterreich und auch Oberösterreich abgestimmte Maßnahmen notwendig.


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