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RIED IM TRAUNKREIS. Für seine Musik ist Josef „Joe“ Resl nicht nur in Ried, sondern weit darüber hinaus bekannt. Seine rund 290 Kompositionen werden weltweit gespielt.

Josef Resl in seinem Tonstudio zu Hause in Ried im Traunkreis (Foto: Winter)
Josef Resl in seinem Tonstudio zu Hause in Ried im Traunkreis (Foto: Winter)

Musik spielt im Leben von Josef Resl eine große Rolle und das schon seit seinem fünften Lebensjahr, als er Violinunterricht erhielt. Im Alter von 14 Jahren wechselte er zum Schlagzeug und legte damit den Grundstein für seine Karriere als Profimusiker. Der Rieder absolvierte ein Schlagwerkstudium am Brucknerkonservatorium in Linz und studierte zwei Jahre Jazzschlagwerk am Berklee College of Music in Boston (USA). Er absolvierte auch ein Masterstudium am Mozarteum Salzburg. Bis 2013 war der Schlagzeuger Mitglied der Austropopband Superfeucht, mit der er 1985 Falco auf seiner Europatournee begleitete.

Tonstudio in Ried im Traunkreis

Im Keller seines Hauses in Ried hat sich der Instrumentalmusiker und Komponist ein eigenes Tonstudio eingerichtet. Sein Interesse an neuen Medien und neuen musikalischen Ausdrucksformen war immer schon groß. Es begeistert ihn, dass er alle Produktionsprozesse – von der geistigen Idee, der Aufnahme, dem Mischen und dem Mastering bis zum Endprodukt – selbst in der Hand hat. „Durch die neuen technischen Möglichkeiten kann ich von der Idee bis zum fertigen Produkt meine Musik selbst gestalten. Das ist wie das Malen auf einer Leinwand“, erzählt der 65-Jährige, „und das alles in einem ländlichen Ort wie Ried im Traunkreis. Ich lebe gerne hier. Ried ist ein aufstrebender Ort, es herrscht ein frischer Wind und es ist ein angenehmer Platz zum Leben. Mir war auch wichtig, dass meine beiden Söhne am Land aufwachsen können.“

Film, Fernsehen und Radio

Josef Resl erhielt zahlreiche Aufträge für Film, Fernsehen oder Radio. Zu seinen Werken zählen unter anderem die Titelmelodie von Kasperl und Hopsi, die Lionsfanfare „Tribute to Lions“, die Festmesse „1.000 Jahre Ried“ und der „Riedsong 2015 ... a schena Platz zum Leb‘n“. Von 2006 bis 2016 engagierte er sich im Sozialprojekt „Musik für ältere Menschen“ und spielte gemeinsam mit anderen Musikern rund 300 Konzerte in Altenheimen in ganz Österreich.

Erfahrung weitergegeben

Josef Resl arbeitete auch im pädagogischen Bereich als Schlagwerklehrer, Musiktheorielehrer und Referent für Lehrerfortbildung im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk und als Schlagwerkprofessor im BORG Kirchdorf. Mittlerweile ist der 65-Jährige in der Pension, doch „die Musik ist mein Lebenselixier und meine musikalischen Ideen verschwinden nicht einfach. Profimusiker ist man auch in der Pension. Je länger man spielt, umso mehr Erfahrung hat man und desto gereifter wird man in der Musik. Das Alter ist also kein Nachteil. Wichtig ist es, immer offen für Neues zu bleiben. Die Zukunft ist mir dabei wichtiger als die Vergangenheit.“

Motorrad-Oldtimer

Die Reise in die Vergangenheit macht der Musiker mit seinen Motorrad-Oldtimern. Er besitzt neun Stück davon, die er gemeinsam mit Freunden restauriert hat, und alle sind fahrbereit. Neun Jahre lang ist er auch Motorradrennen gefahren. „In voller Montur über die Piste zu fliegen hat mir immer gefallen“, erzählt Josef Resl, der nicht nur auf seine Motorräder stolz ist, sondern vor allem auch auf seine beiden Söhne, die – jeder auf seine eigene Art – sehr erfolgreich sind.


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