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MICHELDORF IN OÖ. Am 28. Februar wurden die ersten Ukraine-Flüchtlinge in Micheldorf willkommen geheißen, bis 31. März konnten 102 Personen in 21 Wohnungen in der Marktgemeinde dank der großen Hilfe und Unterstützung der Micheldorfer Bevölkerung untergebracht werden. Die Micheldorfer halfen aber auch bei der Organisation von Kleidung und der Lebensmittelversorgung und bemühten sich, durch Gespräche und persönliche Kontakte den Vertriebenen das beruhigende Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Vorne, v. l.: Bezirkspolizeikommandant (Kirchdorf) Franz Seebacher, GV Martina Reinthaler (Obfrau des Sozialausschusses Micheldorf), Leutnant Dominik Bründl, Karolin Stumptner (LPD), Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und LP Kdf.-Stv. Generalmajor Alois Lißl sowie hinten v. l.: Kontrollinspektor Markus Pillinger und Inspektor Julian Weixlbaumer, beide FGP (Foto: Peter C. Mayr)

Gemeindevorständin Martina Reinthaler (SPÖ) gründete ein Kooperationsteam von 26 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen, das sich mit vollem Einsatz ehrenamtlich engagiert. Auch Stadträtin Judith Oberdammer aus Kirchdorf (Die Grünen) unterstützt das Team mit ihrer beruflichen Erfahrung als Pharmazeutin und kann dank ihrer Vernetzung rasch Kontakte zu Personen herstellen, die in den verschiedensten Situationen helfen können. Elisabeth Baldauf hilft mit ihrem Team aus Dolmetscherinnen und pensionierten Lehrerinnen im Deutschunterricht, viele engagierte Mütter und Väter organisieren Bekleidungsspenden, Sachspenden und Wohnungseinrichtungsarbeiten. Auch Bürgermeister Horst Hufnagl (SPÖ) unterstützt tatkräftig durch Einkaufsfahrten und der Durchführung von Reparaturarbeiten. Andrea Blumenschein und Margit Weiermayer erledigen im Marktgemeindeamt die Meldeangelegenheiten. Dank gebührt auch für die Geldspenden der Micheldorfer Bevölkerung und lokaler Unternehmen.

Mobile Registrierungsstation

Erstmals im Bezirk wurde die Möglichkeit einer Registrierung vor Ort organisiert und angeboten. Die Registrierung und der damit verbundene blaue Vertriebene-Ausweis sind Voraussetzung für den Bezug von Sozialleistungen sowie, um arbeiten gehen zu können. Für Martina Reinthaler, Gemeindevorständin in Micheldorf und Vorsitzende des Sozialausschusses der Gemeinde, hatte es oberste Priorität, den Vertriebenen – Großteils Müttern mit Babys und Kleinkindern – die administrativen Erledigungen zu erleichtern.

Um sich registrieren zu lassen, müssten die Frauen mit ihren Kindern bereits um fünf Uhr früh mit dem Zug nach Linz oder Wels zur Registrierungsstelle fahren. Martina Reinthaler sah sich gefordert, hier Abhilfe zu schaffen und lies nicht locker, bis sie in Zusammenarbeit mit dem Land OÖ und der Polizei ihr Ziel erreicht hatte.

Am Donnerstag, 31. März, wurde von 9 bis 18 Uhr vor dem Marktgemeindeamt eine mobile Registrierungsstation installiert. 54 Personen aus Micheldorf und 23 aus den Gemeinden Nußbach und Steinbach/Steyr wurden von Kontrollinspektor Markus Pillinger und Inspektor Julian Weixlbaumer (Fremden- und Grenzpolizei, FGP) registriert und erhalten in den nächsten zwei Wochen ihre blaue Karte.

„Ich bin dankbar, diese Mobile Station in Micheldorf erhalten zu haben, aber besonders stolz und dankbar bin ich für die großartige Unterstützung durch das Kooperationsteam und die Micheldorfer Bevölkerung“, freut sich Martina Reinthaler.


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