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BEZIRK KIRCHDORF. 14 Ortsgruppen mit insgesamt rund 1.000 Mitgliedern zählt die Landjugend im Bezirk Kirchdorf. Die Bezirksleiter Florian Pointl aus Pettenbach (23) und Michaela Radinger aus Ried im Traunkreis (26) – beide seit ihrem 15. Lebensjahr bei der Landjugend und schon seit mehreren Jahren im Bezirksvorstand – berichten im Interview über die Vielseitigkeit des Vereines und die ausgezeichnete Gemeinschaft.

Die Bezirksleiter Michaela Radinger und Florian Pointl. (Foto: Landjugend Bezirk Kirchdorf)
  1 / 2   Die Bezirksleiter Michaela Radinger und Florian Pointl. (Foto: Landjugend Bezirk Kirchdorf)

Tips: Wie seit ihr zur Landjugend gekommen? Hattet ihr einen Bezug zur Landwirtschaft?

Michaela Radinger: Ich bin auf einer Landwirtschaft aufgewachsen. Meine Schwester war schon bei der Landjugend und ich hatte auch schon Freunde, die Mitglied waren. Es war für mich schon klar, dass ich auch dabei sein möchte.

Florian Pointl: Mein Vater hat eine Landwirtschaft. Zur Landjugend Inzersdorf bin ich über die Landwirtschaftsschule gekommen, denn Schulkollegen waren schon dabei.

Tips: Warum engagiert ihr euch bei der Landjugend?

Radinger: Das Wichtigste ist die Gaudi. Es ist eine schöne Freizeitgestaltung. Man lernt viele Leute kennen und erhält Weiterbildungsmöglichkeiten, die auch beruflich weiterbringen.

Pointl: Es ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung und man kann miteinander etwas erreichen. „Einer ist keiner und miteinander schafft man Allerhand“ – könnte man sagen.

Tips: Viele denken, bei der Landjugend geht es nur um wilde Partys und Alkohol. Was sagt ihr dazu?

Radinger: Natürlich veranstaltet die Landjugend Festl, aber nicht nur bei der Landjugend geht man gemeinsam fort. Und wir präsentieren uns auch anders. Bei der Landjugend Ried beispielsweise engagieren wir uns in der Gemeinde. Wir helfen unter anderem beim Erntedankfest und bei der Hofroas.

Pointl: Auch die Bildungsangebote für die Mitglieder sind vielfältig. Viele wissen auch nicht, dass Auslandspraktika möglich sind. Zudem finden Wettbewerbe rund um Sport, Agrar und Wissen statt. Einen Redewettbewerb wie bei der Landjugend gibt es außerhalb der Schule auch nicht. Im Zuge von Ausbildungen entstehen oft auch größere Projekte, wie das Kochbuch „Rest.los Glücklich“.

Radinger: Es gibt auch noch Tat.Ort Jugend, das sind gemeinnützige – meist bauliche – Projekte der Landjugendgruppen, die der allgemeinen Bevölkerung zugutekommen.

Tips: Am Samstag, 25. Juni, findet das Traumseeevent der Landjugend in Gmunden statt. Was ist das und wie ist Kirchdorf daran beteiligt?

Radinger: Jedes Viertel in Oberösterreich veranstaltet ein Event. Im Traunviertel haben wir uns für einen „Brassdampfer“ – ein Schiff am Traunsee mit Livemusik verschiedener Brassgruppen – entschieden. Das Traumseeevent wird in Kooperation mit den Bezirksvorständen Steyr-Land, Linz-Land und Gmunden veranstaltet. Der Bezirk Kirchdorf ist für das Rahmenprogramm zuständig. Projektverantwortlicher ist Bezirksleiter-Stellvertreter Martin Ölsinger aus Kremsmünster.

Tips: Welche Voraussetzungen sind mitzubringen, wenn man Mitglied bei der Landjugend werden möchte? Muss man auf einer Landwirtschaft aufgewachsen sein?

Radinger und Pointl: Nein, man muss nur zwischen 15 und 35 Jahre alt sowie offen und gesellig sein. Wir haben für jeden einen Platz.

Traumseeevent
Samstag, 25. Juni, Gmunden
Erntedankfest
Sonntag, 18. September, Linz

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