In der mobilen Bücherei eintauchen in die wundervolle Welt der Bücher
KLAUS/STEYRLING. Was ist denn eigentlich eine MoBib? Unter der Abkürzung versteckt sich der Name Mobile Bibliothek und gemeint ist damit eine flexible Bücherei, die regelmäßig ihre Zelte am Standort Klaus und Steyrling aufschlägt. Vor drei Jahren noch unbekannt, dann Fixpunkt und derzeit eine ruhige Lese-Oase.

Drei Jahre gibt es die Mobile Bibliothek (MoBib) in Klaus und Steyrling nun schon und sie liefert Lesestoff genau dorthin, wo sich das Leben der Gemeinden abspielt: neben die Volksschule Steyrling und vor das Gemeindeamt in Klaus. Mit stoischer Regelmäßigkeit zieht ein Traktor das kleine Holzhaus auf Rädern vollgepackt mit Büchern für alle Altersstufen durch das Tal von Ort zu Ort. Am Standort angekommen, wird das klassische Repertoire einer Bücherei geboten. Lesestoff bestehend aus zeitgenössischer Literatur, Romanen, Krimis, Thriller, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbücher können gemeinsam mit Spielen zu einem Betrag von 50 Cent bis zu einem Euro unkompliziert entlehnt werden. Ehrenamtliche übernehmen den Bibliotheksdienst und kümmern sich mit viel Leidenschaft und Engagement um die MoBib, nehmen Kundenwünsche entgegen und sorgen dafür, dass das Repertoire dem Zeitgeist angepasst wird.
Kleine, feine Fangemeinde
Die größte Benutzergruppe sind erwachsene Frauen, dicht gefolgt von Kindern und Jugendlichen, wobei der jüngste eingeschriebene Nutzer gerade mal drei Jahre alt ist und die älteste Leserin 1934 geboren wurde. Am liebsten werden Kinder- und Jugendbücher ausgeliehen, dicht gefolgt von Belletristik. Jedes sechste ausgeliehene Buch ist ein Sachbuch und manchmal wird auch aus dem reichhaltigen Spielesortiment geschöpft. Auch Touristen, die in der Region ihren Urlaub verbringen, oder Bürger anderer Gemeinden können sich in der MoBib bedienen. Die größte Distanz zwischen einem MoBib-Nutzer und dessen Heimatort beträgt knapp über 500 Kilometer.
Charmanter Begegnungsort
Für Kinder ist es ein lustiges Highlight in der Woche, das zum Lesen animiert. Für Erwachsene ist das Ausleihen eine nachhaltige Alternative zum Kauf. Aus der Sicht der Ortsgemeinschaft ist die MoBib ein charmanter Begegnungsort, an dem sich nette Gespräche ergeben und damit die Gemeinschaft stärken. Derzeit ist die Fangemeinde der MoBib klein und fein. „Im Moment sind wir nicht so stark besucht. Es ist jedenfalls noch Potenzial vorhanden, auch Veranstaltungen wären wieder schön“, erzählt Edith Polterauer, selbst begeisterte Leserin und ehrenamtliche Bibliothekarin. „Entstanden ist die MoBib aufgrund einer Diplomarbeit des Architekturstudenten Florian Radner. Mit öffentlichen Förderungen und dem Sponsoring lokaler Unternehmen konnte das Projekt umgesetzt werden. Die Gemeinde Klaus/Steyrling teilt sich die Mobile Bibliothek mit der Gemeinde Hinterstoder“, weiß Eva Aigner, die von Anfang an von der Idee begeistert war und ebenfalls ehrenamtlich in der Bibliothek ihren Dienst versieht.


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