Startschuss für EU-Projekt "Mehrwert Berglandwirtschaft"
STEINBACH AN DER STEYR. In Steinbach an der Steyr erfolgte kürzlich der Kick-Off des EU-Forschungsprojektes „Mehrwert Berglandwirtschaft“. Mehr als die Hälfte aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in den Bezirken Kirchdorf und Steyr befinden sich im Berggebiet. Sie stehen aufgrund benachteiligter Produktionsbedingungen und bedingt vorhandener alternativer Einkommensstandbeine vor besonderen Herausforderungen.

Um die Berglandwirtschaft mit ihren wichtigen Umweltleistungen wie Artenvielfalt, Kohlenstoffbindung oder Wasserqualität sicherzustellen und zu stärken, brauche es Maßnahmen. Dies und das Aufzeigen der Potentiale im Bereich von Ökosystemleistungen sind wesentliche Antriebsfedern für das nun gestartete Projekt, welches insbesondere von LAbg. Regina Aspalter und LEADER-Manager Felix Fößleitner in den letzten Jahren vorangetrieben wurde.
Arbeitsgemeinschaft „Mehrwert Berglandwirtschaf“
Für die nächsten zweieinhalb Jahre hat sich daher die Arbeitsgemeinschaft „Mehrwert Berglandwirtschaf“ zusammengefunden, um innovative betriebswirtschaftliche Ansätze für die Berglandwirtschaft zu entwickeln und mögliche alternative Einkommen für die landwirtschaftlichen Betriebe zu generieren. Dabei ist der Brückenschlag zwischen Landwirten und Wissenschaftlern wesentlich. Engagierte Landwirte aus der Region arbeiten gemeinsam mit landwirtschaftlichen Vertretern und wissenschaftlichen Partnern wie dem Studienzentrum STUDIA in Schlierbach, der FH OÖ, HBLFA Raumberg-Gumpenstein und dem eb&p Umweltbüro Klagenfurt zusammen.
Neue Geschäftsmodelle entwickeln
Konkret sollen durch den Erhalt von fundierten wissenschaftlichen Daten Geschäftsmodelle entwickelt werden, die eine Abgeltung der Ökosystemleistungen, wie sie in der Nationalpark OÖ Kalkalpen Region existieren, ermöglichen. Mit einigen Partnern an der Seite, wie dem Regionalforum Steyr-Kirchdorf, der Landwirtschafts- und Wirtschaftskammer, dem Land Oberösterreich und der LEADER-Region, will dieses Projekt zudem einen Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein zu schärfen, welchen Mehrwert die Ökosystemleistungen für die Gesellschaft haben.


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