Neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Inzersdorf
INZERSDORF IM KREMSTAL. Die Freiwillige Feuerwehr (FF) Inzersdorf ist als Portalfeuerwehr für insgesamt 21 Kilometer und sechs Tunnel in fünf Gemeinden hauptverantwortlich und zusätzlich in weiteren Alarmplänen auf der Autobahn A9 eingeteilt.

Seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Inzersdorf im Jahr 1907, war besonders das Jahr 1990 mit der Übernahme des Einsatzgebietes auf der A9 ein Wendepunkt in Ausbildung und Einsatzführung. Waren vor der A9 Eröffnung noch Brände und Unfälle im eigenen Gemeindegebiet zu bewältigen, erstreckte sich nun das Einsatzgebiet über mehrere Gemeinden entlang der A9 von der Auffahrt Inzersdorf bis zur Abfahrt Ried/Voitsdorf. Mit dem Lückenschluss 2004 erweiterte sich der Einsatzbereich auch in Fahrtrichtung Graz bis zur Betriebsumkehr in Micheldorf.
Inzersdorf bekommt heuer noch ein neues Fahrzeug
Das Rüstlöschfahrzeug, das 1993 für den technischen Einsatz angeschafft wurde, steht dieses Jahr 30 Jahre im Feuerwehrdienst und ist alters- beziehungsweise ausrüstungsmäßig nicht mehr für den Einsatz in Tunnelanlagen geeignet. Durch neue Erkenntnisse bei Brandereignissen in Tunneln haben sich auch die Tunneltaktik und somit auch der Angriff mit schwerem Atemschutz geändert. Denn statt wie im normalen Brandeinsatz, wo der Atemschutzeinsatz mit drei Personen erfolgt, wird im Brandfall in Tunnelanlagen mit einem Siebener-Trupp gearbeitet. Dieser ist gefordert, mit dem Fahrzeug direkt in den betroffenen Tunnel einzufahren, um den Brand zu bekämpfen.
Wegen dieser Änderungen erhält die FF Inzersdorf als Tunnelstützpunkt heuer ein neues Rüstlöschfahrzeug-Tunnel. Das Fahrzeug soll mit August/September eingesetzt werden und das alte ersetzen. In einer Spezialausbildung wird der Einsatz auf der Autobahn gelehrt und ist derzeit der Hauptbestandteil der Ausbildung.
„Mein Dank gilt nicht nur den zuständigen Stellen, sondern auch meinen Kameraden, die sich der Spezialausbildung stellen und sich in ihrer Freizeit für den Einsatz auf der A9 ausbilden lassen“, sagt der Kommandant der FF Inzersdorf Gerald Dilly.


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