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SPITAL AM PYHRN. Otto Sulzer, Dirigent des Kirchenchores in Spital am Pyhrn und seine Frau Silvia, die als Korrepetitorin der Chor- und Orchestergemeinschaft wirkt, bemühen sich seit jeher mit viel Herzblut um die Pflege und Aufrechterhaltung kirchenmusikalischer Traditionen.

 (Foto: Karin Matzer)
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„Als Chorsänger ist man immer wieder erstaunt und von wahrer Ehrfurcht ergriffen, wenn man etwa Noten aus der Renaissancezeit, dem Barock oder auch aus späteren Epochen vor sich hält und ihnen durch die eigene Stimme Leben einhauchen darf. Welch unglaubliche Schätze der Tonsetzkunst man dabei entdeckt, die schon vor Hunderten von Jahren für Menschen eine Bedeutung hatten, sie berührten und ergriffen, Trost spendeten, zur Besinnung auf das Wesentliche im Leben verhalfen, die Kirchenfeste umrahmten“, erzählt Chorsängerin Karin Matzer. Es sei etwas „Besonderes“ und „sehr Erfüllendes“, Teil dieser kontinuierlichen Fortführung zu sein – nicht nur zu großen Feiertagen, sondern auch im kirchlichen Alltag, sei es bei Taufen, bei der Erstkommunion, Firmung, bei Hochzeiten oder Beerdigungen.

Herantasten an Unbekanntes und Neuartiges

„Ähnlich spannende Eindrücke wie bei historischer Musik entstehen auch, wenn zeitgenössische Kirchenmusikkompositionen erstmals einstudiert und zur Aufführung gebracht werden: ein Herantasten an Unbekanntes, Neuartiges, das Schritt für Schritt ein Stückchen vertrauter wird und in der Auseinandersetzung neue Welten und Sichtweisen eröffnet“, so Matzer. All diese Traditionen und kulturellen Schätze nicht verkommen zu lassen, sondern ihnen durch aktive Auseinandersetzung stets aufs Neue zum Leben zu verhelfen, sei nicht nur bedeutsam, sondern auch sehr bereichernd. Viele Chorleute – ob jung oder jung geblieben – scheinen dies zu spüren, wenn sie sich allwöchentlich die Zeit für Probenarbeiten nehmen und dabei oft auch sehr weite Strecken zurücklegen, um Teil dieses Ganzen zu sein. „Mit Sicherheit zählen aber auch die schöne Gemeinschaft, das Zusammentreffen verschiedener Generationen und Persönlichkeiten, das Abschalten-Können nach der Arbeit, der Humor bei den Proben, die Freude über gelungene Aufführungen sowie das gemeinsame Feiern zu all dem dazu, was das Singen im Spitaler Kirchenchor zu einer Herzensangelegenheit macht“, ist sich Matzer sicher.


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