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GRÜNBURG. Josef Helm meldete 1946 ein Drechslergewerbe an – und legte damit den Grundstein für die heutige Gasplmayr GmbH in Grünburg. Mittlerweile führt Dominik Gasplmayr mit seinem Bruder Johannes den Betrieb in dritter Generation. Dem Firmenmotto „Freude mit Holz“ bleibt auch er treu.

Firmenchef Dominik Gasplmayr führt den Betrieb in dritter Generation. (Foto: Sophie Kepplinger)
  1 / 6   Firmenchef Dominik Gasplmayr führt den Betrieb in dritter Generation. (Foto: Sophie Kepplinger)

„1946 wurde die Firma, wie ein typisches Start-up, in einer Garage gegründet. Begonnen hat Josef Helm damals mit der Herstellung von Brillenfassungen“, erzählt Dominik Gasplmayr. 14 Jahre später wurde das Wohn- und Betriebsgebäude in Grünburg gebaut, 1967 übernahm Johann Gasplmayr, Schwiegersohn von Josef Helm und Vater von Dominik und Johannes Gasplmayr, den Betrieb. „Zu Spitzenzeiten, in den 70er Jahren, waren hier über 70 Mitarbeiter beschäftigt“, erzählt der Grünburger. Die Produktionshalle mit über 2.000 Quadratmetern Fertigungsfläche befand sich direkt nebenan, wo heute der Billa steht.

„In den 90er Jahren stellten wir uns dann als Zulieferbetrieb in der Möbelindustrie auf“, erzählt Gasplmayr, der 1992 als Technischer Leiter in den Betrieb seines Vaters einstieg. Sein Bruder Johannes leitet den kaufmännischen Bereich. Heute hat sich die Firma auf Geschenkartikel spezialisiert: Holzprodukte für Haus und Küche, Spielwaren, Körbe, Schnitzereiprodukte und Dekoelemente, die mittels Brandmalerei von Gasplmayrs Mitarbeiterinnen veredelt werden.

Die Brandmalerei, oder: das Vermitteln von Energie

„Mit einem speziellen Werkzeug, einem Brandstift, werden Motive und Texte auf die Holzoberfläche gebrannt. Damit veredeln und personalisieren wir unter anderem Jausenbretter oder Geschenkboxen“, erzählt Gasplmayr. Vermitteln wolle man in Grünburg mit dem „Schreiben mit dem Feuer“, wie Gasplmayr die Brandmalerei nennt, Energien, die so nur durch echte Handarbeit entstehen könnten. „Das Arbeiten mit Holz ist etwas ganz Besonderes“, so der Firmenchef.

Die Drechslerei

Aber auch die Drechslerei, das einstige Kernelement der Firma, besteht heute noch, wenn auch in etwas kleinerem Rahmen. „Ich bin weiterhin in der Drechslerei aktiv, um Sonderanfertigungen und kleinere Reparaturen direkt vor Ort hier in Grünburg erledigen zu können. Und außerdem: Es macht mir halt auch wirklich Spaß“, erzählt der 50-jährige Grünburger lachend und zeigt dabei auf die Sägespäne, die in der Drechslerei in großen Mengen unter dem Arbeitstisch liegen.

Holz und Hygiene

Holz an sich sei ein besonders wertvoller Rohstoff. „Viele wissen gar nicht, dass Holz bei der richtigen Pflege bzw. Verwendung sehr hygienisch ist“, betont der Grünburger. Dabei wichtig zu wissen: Holz und Spülmaschinenreinigung vertragen sich nicht. Die Reinigung im Geschirrspüler kann das antibakterielle Verhalten von Holz zerstören. „Im Normalfall reicht es, das Jausenbrett mit Wasser abzuwaschen“, sagt Gasplmayr.

Zukunftsmusik

Demnächst stehe, so Gasplmayr, die Sanierung des Firmengebäudes in Grünburg auf dem Programm. Ein nächster Generationenwechsel liege zwar noch in weiter Ferne, sei aber auch schon hin und wieder Thema gewesen. Für Gasplmayr sei jedenfalls eines wichtig: die „Freude mit Holz“ noch lange fortleben zu lassen.


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