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Umfrage in der Region Kirchdorf zeigt: Eier werden als häufigstes biologisches Produkt gekauft

Susanne Winter, MA, 17.05.2023 12:46

SCHLIERBACH/BEZIRK KIRCHDORF. Viele landwirtschaftliche Betriebe, Geschäfte und regionale Initiativen versorgen die Einwohner des Kremstals mit Lebensmitteln. Im März führten STUDIA Schlierbach und der SPES Verein eine Umfrage zum biologischen und regionalen Lebensmitteleinkauf in der Region Kirchdorf durch. 230 teilnehmende Personen ermöglichten eine interessante Auswertung und brachten spannende Ergebnisse.

Eine Umfrage zum regionalen Lebensmitteleinkauf zeigt interessante Ergebnisse. (Foto: Kruenzeug)
Eine Umfrage zum regionalen Lebensmitteleinkauf zeigt interessante Ergebnisse. (Foto: Kruenzeug)

An der Umfrage haben 70 Prozent Frauen und 30 Prozent Männer aus Kirchdorf und den umliegenden Gemeinden teilgenommen. Unabhängig von Alter und Geschlecht legen die Konsumenten hohen Wert auf Tierwohl und Produktherkunft. Knapp die Hälfte der Befragten vertraut Bio mehr als regional-konventionellen Produkten. Während ein Großteil der Befragten die regional konventionellen Lebensmittel als frischer erachten, werden biologische Produkte gesünder eingeschätzt.

Die Befragung zeigt, dass von einer Auswahl an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs Eier am häufigsten in biologischer Qualität gekauft werden. Gering ist die Nachfrage nach veganen Produkten. Dies entspricht nicht dem österreichweiten Trend. Ebenso geringe Zustimmung erfahren Lebensmittelautomaten bei den Bauernmärkten.

Quiz zeigt Wissen der Konsumenten auf

Viele Konsumenten übten sich zusätzlich in einem Quiz mit Fragen rund um die regionale beziehungsweise biologische Landwirtschaft in Österreich. Das Wissen über die biologische Landwirtschaft ist hoch. Die Fragen, ob biologische Landwirtschaft chemisch-synthetische Düngemittel im Pflanzenbau verwenden darf und ob sie nur biologisches Futtermittel verfüttern darf, wurde von über 90 Prozent der Konsumenten richtig beantwortet. Anders sieht es bei der regionalen Landwirtschaft aus: Nur 45 Prozent der Befragten wussten, dass zur Herstellung regional konventioneller Produkte Futtermittel unbestimmter Herkunft verwendet werden darf und nicht zwingend an österreichische Ware gebunden ist.

Teuerung und gesunkenes Vertrauen: weniger Bio-Produkte gekauft

Die Teuerung der Lebensmittel in den vergangenen Monaten war ein weiteres Thema der Onlinebefragung. So kaufen circa zehn Prozent der Befragten weniger Bio-Produkte als im Vorjahr. Sie gaben vermehrt die Teuerung als Grund dafür an, aber auch das gesunkene Vertrauen in biologische Produkte wurde angegeben. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie sich um ihr zukünftiges Haushaltseinkommen Sorgen machen. Am meisten Sorgen machen sich junge Menschen und jene mit einem niedrigen Haushaltseinkommen.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen einen signifikanten Unterschied in den Einstellungen der Konsumenten regionaler Vermarktungsinitiativen (Bauernmärkte, Bioladen, Ab-Hof-Verkauf) und jenen, die diese nicht regelmäßig nutzen, jedoch geringe Unterschiede zwischen den Konsumentenen der einzelnen Initiativen. Einkäufer bei den regionalen Vermarktungsinitiativen legen mehr Wert auf eine umweltfreundliche Produktion, das Wissen über die Herkunft des Produktes, den persönlichen Kontakt zu den Produzenten und die Bioqualität der Produkte.

Vernetzungstreffen im Herbst geplant

Die Projektbeteiligten werden die Zusammenarbeit fortsetzen und möchten sich in der Kommunikation nach außen besser vernetzen. Ein diesbezügliches Vernetzungstreffen soll im Herbst stattfinden. Interessierte melden sich per Mail an office@studia-austria.com

Das Projekt wird mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union umgesetzt (LEADER Region Traunviertler Alpenvorland).


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