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Start der 24. Ökumenischen Sommerakademie: Salz der Erde – Kirchen in der säkularen Gesellschaft

Susanne Winter, MA, 13.07.2023 08:10

KREMSMÜNSTER. Unter dem Titel „Salz der Erde – Kirchen in der säkularen Gesellschaft“ findet die 24. Ökumenische Sommerakademie von 12. bis 14. Juli im Stift Kremsmünster statt. Die Veranstaltung wurde mit etwa 200 Teilnehmern eröffnet. 

V.l.: Moderator Helmut Obermayr, Gerold Lehner, Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. Oberösterreich, Andrej ?ilerdži?, Bischof der Serbisch-orthodoxen Kirche Österreich-Schweiz-Italien, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Ladislav Német, Erzbischof von Belgrad und Vizepräsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Bischof Manfred Scheuer, Hermine Eder (KU Linz) und Christoph Niemand, Rektor der Katholischen Privat-Universität Linz (Foto: Diözese Linz)

Der jesuanische Auftrag aus der Bergpredigt, Salz der Erde zu sein, stellt die christlichen Kirchen im modernen, säkularen Europa vor existentielle Fragen und Herausforderungen. Die Kirchen haben ihre über Jahrhunderte gewohnte Position in der Gesellschaft verloren. Für eine Vielzahl der Menschen hat die Religion im Alltag kaum mehr Bedeutung. Ganz grundsätzlich wird auch der moralische Anspruch der Kirchen in Frage gestellt. Nach den Einschränkungen durch die Pandemie der letzten Jahre ist die Zahl der Gottesdienstbesucher noch einmal gravierend zurückgegangen. Die traditionellen Privilegien der Kirchen im Rechtssystem werden zunehmend eingeschränkt oder ganz abgeschafft. Das gilt für die einzelnen Staaten ebenso wie für die Europäische Union.

Neue Chancen und Möglichkeiten gezeigt

Im ersten Teil der Sommerakademie werden die gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Sicht der Sozialforschung und der Wandel in der rechtlichen Position dargestellt. Der biblische Auftrag gilt für Christen aber auch in der Gegenwart. Es soll daher untersucht werden, wie weit die Kirchen unter den geänderten Verhältnissen den Anspruch, Salz der Erde zu sein, noch erfüllen können. Es werden neue Chancen und Möglichkeiten gezeigt, die sich aus der veränderten Situation ergeben.

Gottesdienste müssen verständlich sein

Soziale Angebote und die Zusammenarbeit mit Organisationen außerhalb der Kirchen finden nach wie vor Anerkennung. Gottesdienste sind in besonderen Lebenssituationen gefragt. Aber sie müssen für kirchenferne Menschen verständlich sein.

Kirchen der verschiedenen Konfessionen eingebunden

Ausgehend von Vorträgen evangelischer, katholischer und orthodoxer Theologen und Kirchenvertreter behandelt die 24. Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster das Thema insbesondere aus europäischer Sicht. Es betrifft die Kirchen der verschiedenen Konfessionen in gleicher Weise. Daher wird auch der Frage nachgegangen, ob die Ökumene neue Chancen bietet, gemeinsam Salz der Erde zu sein.

Ergebnisse von Bevölkerungsumfragen zum Christentum

Am ersten Tag referierten nach Eröffnungsworten von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Rektor Christoph Niemand, Superintendent Gerold Lehner und Bischof Andrej Ćilerdžić Thomas Petersen, Kommunikationswissenschafter und Meinungsforscher am Institut für Demoskopie Allensbach sowie Herbert Kalb, Professor und Leiter des Instituts für Kanonistik, Europäische Rechtsgeschichte und Religionsrecht an der Johannes Kepler Universität Linz.

Etwa 200 Interessierte betrachteten am ersten Tag gemeinsam mit den renommierten Referenten die Ergebnisse repräsentativer Bevölkerungsumfragen zum Christentum sowie Entwicklungen im österreichischen Religionsrecht. Unter den Gästen waren Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie Vertreter der Veranstalter.

Moderiert wird die Veranstaltung von Helmut Obermayr, Mitbegründer der Ökumenischen Sommerakademie und ehemaliger langjähriger Landesdirektor des ORF-Landesstudios OÖ.


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