Farbenprächtiger Zwischenfruchtanbau für bessere Böden
BEZIRK KIRCHDORF. Jetzt beginnt es auf den Feldern in unserer Region so richtig bunt zu blühen. Der Zwischenfruchtanbau der Landwirte verbessert nicht nur die Bodenfruchtbarkeit, sondern unterdrückt auch Unkräuter und dient dem Grundwasser- und Erosionsschutz. Zusätzlich bieten Zwischenfrüchte eine Nahrungsgrundlage für die Bienen im Winter.

Für den Schutz der natürlichen Ressourcen Boden und Wasser ist der Begrünungsanbau eine der wichtigsten Maßnahmen in der Landwirtschaft. Durch die Verlängerung der Zeitspanne, in der der Boden aktiv durchwurzelt und mit Pflanzen bedeckt ist, entstehen viele positive Wirkungen. Bodennährstoffe werden gespeichert und neu aufgeschlossen, die Bodenstruktur verbessert sich, das Bodenleben wird gefördert und das Erosionsrisiko minimiert.
In vielen Fällen lassen sich durch den Begrünungsanbau, laut Bezirksbauernkammer Kirchdorf Steyr, sogar der Ertrag und die Ertragssicherheit bei der nachfolgenden Hauptkultur erhöhen. Dazu braucht es optimales Saatgut, gut miteinander abgestimmte Mischungspartner, ausreichende Saatstärken und den richtigen Anbauzeitpunkt. Durch die Mischungen von verschiedenen Pflanzenfamilien wird auf die unterschiedlichen Ansprüche der Böden und der Witterung Rücksicht genommen, zusätzlich erfreuen diese Flächen mit ihrem farbenprächtigen Blühen.
Ackerbau im Bezirk Kirchdorf
„Der Anbau von Zwischenfrüchten dient der Bildung von organischer Masse, speichert Nährstoffe über den Winter, vermindert Erosion und dient auch als Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Daraus ergibt sich aber auch ein Zusatznutzen für die Gesellschaft nicht nur fürs Auge sondern auch für den Wasserschutz“, sagt Bezirksbauernkammer-Obmann Stellvertreter und Bürgermeister Gerhard Gebeshuber, der seit über 20 Jahren auf seinem Betrieb in Nußbach Versuche zum Thema Zwischenfruchtanbau betreibt. „In erster Linie werden bei uns Phacelia, verschiedene Klee-Arten, Kreuzblütler, wie Senf, Ölrettich und Meliorationsrettich, Buchweizen und Sommerwicke angebaut“, weiß der Experte im Bereich Ackerbau.


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