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Kremsmünster, Micheldorf und Schlierbach für ihre Agenda-Prozesse ausgezeichnet

Susanne Winter, MA, 23.11.2023 12:12

BEZIRK KIRCHDORF. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zog im Rahmen einer Jubiläumsgala in der Linzer Raiffeisen Arena eine positive Bilanz über 25 Jahre Agenda.Zukunft in Oberösterreich und zeichnete 22 Zukunftsgemeinden und Modellprojekte aus, darunter die Gemeinden Kremsmünster, Micheldorf und Schlierbach.

Die Gemeinde Schlierbach erhielt eine Auszeichnung. (Foto: Land OÖ/Peter Mayr)
  1 / 3   Die Gemeinde Schlierbach erhielt eine Auszeichnung. (Foto: Land OÖ/Peter Mayr)

„Zukunftsarbeit muss konkret, greifbar und regional wirksam sein. Viele engagierte Menschen gestalten in den Regionen und Gemeinden ihre Zukunft und übernehmen so auch Verantwortung für die Entwicklung unseres gesamten Bundeslandes. Genau dafür bietet das Programm Agenda.Zukunft seit 25 Jahren eine stabile Ausgangsbasis und umfassende Unterstützungsangebote“, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bei der Festveranstaltung.

Was 1998 als pilothafte Nachhaltigkeitsinitiative begann, ist zu einem breit wirksamen landesweiten Zukunfts-Netzwerk gewachsen. 178 Gemeinden – das sind mehr als 40 Prozent der oö. Kommunen – und neun Regionen machen inzwischen beim Programm Agenda.Zukunft mit. 20.000 Menschen haben aktiv in den Agenda-Zukunftsprozessen mitgewirkt, mitgestaltet und Verantwortung übernommen.

Ausgezeichnete Projekte zeigen Vielfalt

Ein Blick auf die ausgezeichneten 22 vorbildlichen Agenda-Gemeinden und Modellprojekte, die in den vergangenen drei Jahren vieles umgesetzt haben, zeigt eine große Vielfalt an Ideen und Themen. „Das Engagement und die Kreativität aller beteiligten Persönlichkeiten ist beeindruckend. Sie schaffen mit diesen wertvollen Beiträgen Wirkung, vor allem aber Identifikation und Begeisterung für ein zukunftsgerichtetes, lebenswertes Oberösterreich“, so der Landeshauptmann.

Bürgerbeteiligung für die Entwicklung von Micheldorf

Die Marktgemeinde Micheldorf startete den Agenda-Zukunftsprozess im Mai 2020 mit einem Kernteam von 15 Personen, insgesamt wirkten rund 130 Bürger mit. „Jede Generation steht vor eigenen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Mit den Projekten sollen die zukünftigen Anforderungen für Menschen aller Altersgruppen leichter zu bewältigen sein und eine generationsübergreifende Zusammenkunft unterstützt werden“, sagt Bürgermeister Horst Hufnagl (SPÖ). Zu den in Micheldorf umgesetzten Projekten zählen beispielsweise Aktionen zur Erhaltung der Georgibergkirche, eine Verkehrszählung in Heiligenkreuz, der Anschluss an die Nahwärme, eine Welcomebox für Neue und Neugeborene und die Babysitter-Börse.

Zuzug und Wachstum sind Themen in Schlierbach

Die Gemeinde Schlierbach setzt sich seit Juni 2020 mit dem Thema „Zuzug.Wachstum“ auseinander. Das Agena-Kernteam besteht aus acht Personen, wobei circa 200 Bürger mitwirken. „Agenda ist eine große Chance zur Entwicklung innovativer Ansätze und bildet eine tolle Basis für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung von Gemeinden“, sagt Vizebürgermeister Mario Pramberger (ÖVP). Zu den Projekten in Schlierbach zählen unter anderem eine Kooperation der lokalen Wirtschaft, ein sozialer Treffpunkt und Lernraum, eine Energieerzeugungs-Genossenschaft und die Grüne Achse.

Kremsmünster widmete sich den Zugezogenen

Gemeinsam mit den Gemeinden Kematen und Kronstorf stellte sich die langjährige aktiven Agenda-Gemeinde Kremsmünster in einem gemeinsamen Agenda-Themennetzwerk der Frage, wie die erfolgreiche Einbindung neu Zugezogener in das Gemeindeleben gelingen kann und was es braucht, um deren Ankommen zu erleichtern. Anhand eines für dieses Projekt entwickelten Gesprächsleitfadens wurden in 60 Einzelinterviews die Bedürfnisse und Sichtweisen neu Zugezogener aber auch Alteingesessener erforscht und gesammelt. Die gewonnenen Erkenntnisse, Ansätze und Ideen wurden im Rahmen von Workshops in den Gemeinden präsentiert, diskutiert und in weiteren Terminen zu konkreten, einfach umsetzbaren Umsetzungsmaßnahmen weiterentwickelt

Kremsmünster realisierte einen Welcome-Day mit verschiedenen Veranstaltungspunkten, welcher jährlich stattfinden und die neuen Bürger in ihrem neuen gemeinschaftlichen Lebensumfeld willkommen heißen soll.


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