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KREMSMÜNSTER/PETTENBACH/STEINBACH AN DER STEYR. Diözesanbischof Manfred Scheuer und die Missionsstelle der Diözese Linz verliehen zum neunten Mal den Missionspreis an fünf Preisträger, darunter die Aktion „Schüler helfen Schülern“ des Stiftsgymnasiums Kremsmünster und der Arbeitskreis Rumänienhilfe im Dekanat Steyrtal. Ein Anerkennungspreise ging an den Missionsladen der Pfarre Pettenbach.

  1 / 3   Schülerinnen des Stiftsgymnasiums Kremsmünster mit Martin Köfer (2.v.r), Bischof Manfred Scheuer (r.) und dem Leiter der Missionsstelle Andreas Reumayr (3.v.l.) (Foto: Missionsstelle / Mayr)

„Schüler helfen Schülern“ heißt die seit 1995 organisierte Aktion des Stiftsgymnasiums Kremsmünster. Im Mittelpunkt ihrer missionarischen Arbeit steht das Café Barreiras. Dieses Schuljahr wurde das Projekt mit den Klassen 7A und 7B unter der Leitung von Martin Köfer durchgeführt. Bei allen schulischen Veranstaltungen, wie dem Elternsprechtag, dem Tag der offenen Tür oder dem Schultheater, ist das Café Barreiras mit Kaffee und Kuchen anzutreffen. Zusätzlich wird das Catering bei der Ökumenischen Sommerakademie in Kremsmünster arrangiert. Die Schüler planen die gesamte Veranstaltung – von der Tasse bis zum Kuchen. Zusätzlich sammeln sie Spenden.

Alle Einnahmen des Cafés sowie die Spenden werden über Missionar und Diakon Martin Mayr an die Hilfsprojekte CATA-VENTO und 10envolvimento in der brasilianischen Großstadt Barreiras im Bundesland Bahia weitergegeben. Beide Projekte entstammen der Sozialarbeit der Diözese Barreiras und haben zum Ziel, armutsgefährdete Kinder und Jugendliche sowie andere benachteiligte Gesellschaftsgruppen durch Bildung zu unterstützen. Im Schuljahr 2022/23 erreichte das Café Barreiras ein Spendenaufkommen in der Höhe von 3.000 Euro.

Arbeitskreis Rumänienhilfe unterstützt ein Kindertageszentrum

Das missionarische Wirken des Arbeitskreises Rumänienhilfe im Dekanat Steyrtal begann 1991 mit einer Fahrt nach Rumänien. Seither hat die Selbstbesteuerungsgruppe unter der Leitung von Carlo Neuhuber aus Steinbach an der Steyr die dortige Bevölkerung mit einer Vielzahl an materiellen und finanziellen Zuwendungen unterstützt und innige Freundschaften zu den Einheimischen aufgebaut.

Heute unterstützt der Arbeitskreis Rumänienhilfe die Bevölkerung aus der Ferne durch die Übernahme der Lohnkosten des Kindertageszentrum Casa Gertrud in Buzias. Das Tageszentrum des Vereins „Stern der Hoffnung“ wird von Psychologin und Professorin Sanda Korom liebevoll geführt.

Das Tageszentrum richtet sich an Waisen und Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen. Diese können bis zum Alter von 18 Jahren das Zentrum nach der Schule nutzen und danach mitarbeiten. Casa Gertrud bietet den Jugendlichen neben Mahlzeiten und Unterstützung bei der Schulbildung ein zweites Zuhause. Die Vermittlung von moralischem Verhalten und Selbstwertschätzung ist ein weiterer Baustein, um den Kindern einen Ausweg aus alten Mustern zu ermöglichen. Im Jahr 2022 belief sich das Spendenaufkommen für Casa Gertrud auf rund 13.800 Euro.

Anerkennungspreis für den Missionsladen Pettenbach

Ein Team von Ehrenamtlichen der Missionsrunde Pettenbach führt seit über zehn Jahren den Missionsladen der Pfarre Pettenbach. Die Missionsrunde entstand 1967 und engagiert sich seither für missionarische Zwecke.

Der Missionsladen ist ein Gebrauchtwarenladen, heute vermehrt auch Second-Hand-Laden genannt, und Annahme- und Verkaufsstelle für allerlei Sachspenden. Wiederverwertbare Gegenstände wie Geschirr, Dekorationen, Kleidung, Bücher und andere Dinge können dort abgegeben werden und werden dann im Missionsladen zum Verkauf angeboten. 2013 erhielt die Missionsrunde Pettenbach den Missionspreis für ihr missionarisches Engagement.

Der Reinerlös des Missionsladens kommt einer Handvoll missionarischer Projekte zugute. Durch das Projekt „Helping Hands“ in Kenia werden Patenkinder unterstützt und die Lohnkosten einer Krankenschwester übernommen. In Malawi werden Ausspeisungen für Schulkinder organisiert. Das Gesundheitszentrum „Mary Queen of Love“ in Kintampo, Ghana wird ebenfalls gefördert. Zusätzlich werden andere Projekte finanziell unterstützt. Zuletzt wird auch Kleidung nach Rumänien und Bulgarien versandt. Im Jahr 2022 konnte der Missionsladen circa 60.000 Euro an Spenden weitergeben.

Über den Missionspreis

Der Missionspreis der Missionsstelle der Diözese Linz ist eine bischöfliche Anerkennung für die aus Oberösterreich ausgehenden Unterstützungen der missionarischen Tätigkeiten. Er ist Ausdruck der Wertschätzung aller, die sich für jene Ortskirchen einsetzen, denen es selbst nicht möglich ist, materielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Seelsorge in ihrer Vielfalt zu sichern. Die Preisträger:innen erhalten ein Preisgeld in der Höhe von 1.500 Euro, das wieder in ein Projekt einfließen soll. Außerdem wurde ihnen eine Tonskulptur des Künstlerehepaares Bruno und Elisabeth Lipp aus Alkoven überreicht. Zudem wurden zwei Anerkennungspreise in Form von Urkunden und einem Preisgeld von 500 Euro verliehen.


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