Was zu tun ist, wenn man ein Feldhasenbaby findet
STEINBACH AM ZIEHBERG. Die Setzzeit der Feldhasen ist von Februar bis September, hat also heuer schon begonnen. Das erste Feldhasenbaby ist bereits im Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg eingetroffen.

Feldhasen verteilen nach der Geburt die Kleinen in den Mulden von Feldern und Wiesen. In diesen „Sassen“ überlassen sie die Babys ihrem Schicksal und kehren nur einmal täglich zurück, um sie zu säugen. Feldhasen gehören zu den sogenannten Nestflüchtern, werden also lauffähig und mit offenen Augen geboren. Droht Gefahr, können sie sich so rasch verstecken.
Solange ein kleiner Feldhase in seiner Mulde beziehungsweise gut versteckt liegt (zum Beispiel in hohem Gras) benötigt er keine menschliche Hilfe. In der Dämmerung suchen Feldhasenkinder oft nach ihrer Mutter. Dann kann es sein, dass sich ein kleines Langohr in menschliche Nähe verirrt. Läuft es schnell weg, um sich zu verstecken, ist dies völlig normal und ein gutes Zeichen dafür, dass das Hasenbaby unversehrt ist.
Die meisten Hasenkinder brauchen keine Hilfe – im Gegenteil. Durch überstürztes Eingreifen werden die Kleinen aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen. Das Team vom Tierparadies Schabenreith klärt auf, wann ein Feldhasenbaby wirklich gerettet werden muss.
Handlungsbedarf besteht nur, wenn ein Feldhasenbaby
- plötzlich zutraulich wird und hinterherläuft.
- offensichtlich verletzt ist.
- keinen Platz hat, um sich zu verstecken.
- an einem ungewöhnlichen Ort liegt.
- von einer Katze/einem Raubvogel angegriffen wurde.
Die Fütterung kleiner Feldhasen ist eine komplizierte Sache, da die falsche Nahrung schnell zum Tod der Kleinen führen kann. Am besten wendet man sich schnellstmöglich an ein Tierheim, an eine Tierrettung, eine Wildtierauffangstation oder an einen Tierarzt, der mit der Behandlung von Wildtieren vertraut ist.


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