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KIRCHDORF AN DER KREMS. Biko Kimila aus Tansania ist seit Jänner im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum (PEK) Kirchdorf in Behandlung, um eine Beinprothese zu erhalten, da er nur ein gesundes Bein hat. Der 24-Jährige hat – nach einer Übergangsprothese mit einem versteiften Kniegelenk – nun das bewegliche Kniegelenk bekommen. Die ersten Gehversuche verliefen erfolgreich.

  1 / 4   Erster Versuch des Treppensteigens, v.l.: Annastella Baradyana, Biko Kimila, Orthopädietechniker Daniel Weixelbaumer und Maria Spernbauer (Foto: Jack Haijes)

Nach einigen Wochen der Gewöhnung an die Übergangsprothese mit einem versteiften Kniegelenk, wurde nun das bewegliche Kniegelenk von Orthopädietechniker Daniel Weixelbaumer, Filialleiter von L. BAAR Orthopädietechnik GmbH in Steyr, montiert. Schon nach wenigen vorsichtigen Gehversuchen und mit professioneller Hilfe des Orthopädietechnikers gelangen Biko die ersten „normalen“ Schritte, bei denen er das Knie beugen und über den Vorfuß abrollen konnte. „Ich bin überglücklich, ich kann selbstständig gehen, auch wenn ich noch sehr vorsichtig sein muss“, freut sich Biko. Da auch seine Arme missgebildet sind, wäre jeder Sturz eine große Gefahr für ihn.

Konsequentes Training

Das regelmäßige Gehtraining sowie ein gezielter Muskelaufbau werden in der Physiotherapie des PEK Kirchdorf, unter der Leitung von Christa Tanhofer-Pilisch, durchgeführt. Ziel ist die Verbesserung des Gleichgewichts und der Koordination sowie das Training einer ausreichenden Gewichtsübernahme auf die Prothesenseite und die Aufrichtung von Becken und Oberkörper. Auch das selbstständige An- und Ablegen der Prothese wird geübt. Biko kann die Bewegungsanweisungen sehr gut umsetzen und ist bei jeder Therapiestunde hochmotiviert. Trotzdem genießt er die Massagen und Dehnübungen nach dem Training sehr.

Ein weiterer Meilenstein

Auch wenn immer wieder kleine Anpassungen an der Prothese vorgenommen werden müssen, ist das bewegliche Knie für Biko ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Thomas Pauzenberger, behandelnder Arzt im PEK Kirchdorf, meint: „Ich bin sehr zufrieden mit Bikos Fortschritten. Es ist immer wieder bewundernswert, wie geschickt und motiviert er die Therapieeinheiten absolviert.“

Biko bleibt noch bis Anfang Juli in Österreich. Er wird von einem ehrenamtlichen Team der Pfarre Kirchdorf betreut.


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