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MOLLN. Den Wert von biologischer Landwirtschaft aufzeigen – das ist Monika Göttel-Latschbacher vom Mollner Edhof wichtig. Mit ihrem familiengeführten Biobetrieb nimmt sie am Projekt „Schule am Bauernhof“ teil, gibt auf Social Media Einblicke in den Hofalltag und arbeitet derzeit an einem öffentlich zugänglichen Bauerngarten.

  1 / 7   Monika Göttel-Latschbacher ist Biobäuerin aus Leidenschaft. Ihre kreative Seite zeigt sie als Gartenbäuerin – und Typografikerin. (Foto: Sophie Kepplinger)

Mitten im Mollner Ortszentrum, mit Blick auf die umliegenden Berge, genießen die Milchkühe von Familie Göttel-Latschbacher das satte Gras auf der Weide. Nicht weit von ihnen entfernt sind die Hühner und Enten auf ihren ganz eigenen Missionen am Hofgelände unterwegs. „Der Bio-Milchbetrieb ist unser Hauptschwerpunkt“, erzählt Monika Göttel-Latschbacher. „2000 habe ich den Hof von meinen Eltern übernommen, seit 2005 bewirtschafte ich ihn gemeinsam mit meinem Mann Bernd. Die Arbeit mit den Tieren und der Natur war mir schon immer sehr wichtig“, erzählt sie.

Diese Leidenschaft für die Bio-Landwirtschaft zeichnet sich auch im vollen Terminkalender der 47-Jährigen ab: Als Teil des Projekts „Schule am Bauernhof“ organisiert die Biobäuerin regelmäßig Workshops und Betriebsführungen für Kinder. Dabei stehen Themen wie Milcherzeugung, nachhaltiger Lebensmittelkonsum und das Entdecken der wilden Seite der Natur im Vordergrund.

Frische Bioprodukte im Selbstbedienungsladen

„Einen großen Teil unserer Arbeit am Hof bildet auch die Direktvermarktung unserer selbsterzeugten Produkte“, erklärt die Mollnerin. So zeigt ein Blick in den Selbstbedienungs-Hofladen, welche selbstgemachten Schätze sich aus den hauseigenen Produkten zaubern lassen. Neben einem Milchautomaten reicht das Sortiment von Marmeladen über Kräutersalze bis hin zu Teigwaren. „Geerntet und verarbeitet wird fast ausschließlich am Edhof – den Tieren und dem Klima zuliebe“, sagt sie.

Wöchentliche Rezepttipps

Der Biobäuerin ist es wichtig, ein Bewusstsein für nachhaltige, regionale und biologische Lebensmittel zu schaffen. Darum ist sie auch auf Social-Media-Plattformen wie Instagram aktiv. „Social Media bietet eine gute Möglichkeit, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und die Themen einer Bio- Landwirtschaft aufzuzeigen“, sagt sie. Dort veröffentlicht sie auch wöchentliche Rezeptideen, die sonst nur im Hofladen aufliegen. Ihren neuesten Rezepttipp – ein Zupfbrot mit Wildkräuterbutter – hat sie Tips verraten (siehe Infobox unterhalb).

Bauerngarten in Planung

Kraft und Inspiration für die Arbeit am Hof holt sich die Biobäuerin in der Natur. „Die Gartenarbeit gibt mir unglaublich viel. Da komme ich zur Ruhe, kann meine Batterien aufladen und schöpfe neue Kraft“, erzählt sie. Derzeit arbeitet sie an einem öffentlich zugänglichen Bauerngarten: Auf einer Fläche von 20 mal 15 Metern soll eine bunte Blütenvielfalt, geordnet nach den vier Jahreszeiten, entstehen. „Spätestens 2025 soll der Bauerngarten fertig sein“, so die Mollnerin.

Edhof's Zupfbrot Rezept
Zutaten: 500 g Weizenmehl glatt, 150 ml Rohmilch, 150 ml Wasser, 10 g Germ, 10 g Salz, 2 EL Olivenöl und 100 g Butter (vermischt mit Wildkräutern wie etwa Bärlauch, Giersch, Taubnesselblüten, Löwenzahnblüten und Gänseblümchen)
Zubereitung: Aus den Zutaten einen Germteig zubereiten und etwa 30 Minuten rasten lassen. Danach ein großes Rechteck auswalken und mit der Wildkräuterbutter bestreichen. Streifen schneiden, kleine Rechtecke schneiden und in eine befettete Backform schichten. Im vorgeheizten Backrohr bei 220 Grad und Wasserdampf (Schüssel Wasser ins Rohr) etwa 30 Minuten backen.

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