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"Jagd ist mehr als nur ein Hobby": Volles Haus beim Bezirksjägertag in Windischgarsten

Maya Lauren Matschek, 04.03.2026 16:17

KIRCHDORF/WINDISCHGARSTEN. Zahlreiche Besucher und Ehrengäste kamen zum Bezirksjägertag des Bezirkes Kirchdorf ins Kulturhaus Römerfeld in Windischgarsten. Bei dieser Vollversammlung der Jägerschaft standen Naturschutz, Waldverjüngung und Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Neben der feierlichen Hubertusmesse wurde auch über aktuelle Herausforderungen wie Wolf, Biber und Schwarzwild diskutiert. 

  1 / 13   Michael Langeder (4. v. l.) aus Ried/Traunkreis wurde für 70 Jahre Jagdausübung geehrt. (Foto: Martin Tongitsch)

Der Tag begann am Vormittag mit der traditionellen Hubertusmesse mit Pater Gerhard Maria Wagner. Die Jagdhornbläsergruppe Garstnertal und die Sängerrunde Pramkogel sorgten für die feierliche musikalische Umrahmung. Um 13 Uhr startete die Vollversammlung.

Bezirksjägermeister Franz Humpl begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Zum Auftakt wurde ein kurzer Film über Wildbret gezeigt. Danach gedachte man der im vergangenen Jagdjahr verstorbenen Waidkameraden.

Verantwortung für Natur und Gesellschaft

„Wir haben eine lebendige und engagierte Jägerschaft, die Verantwortung übernimmt und Artenvielfalt erhält“, sagte Windischgarstens Bürgermeister Bernhard Rieser (SPÖ) bei der Versammlung. Die Jäger übernehmen Verantwortung für Hege, Tierschutz und Artenvielfalt. Sie tragen zum Schutz der Wälder bei und leisten wichtige Arbeit für die Gemeinschaft. Die Jagd habe einen festen Platz in der Gesellschaft, betonte der Ortsschef.

Auch BBK-Obmann Andreas Ehrenhuber unterstrich die Bedeutung eines guten Miteinanders. Gespräche seien die Basis, um Herausforderungen zu lösen. Themen wie Wolf, Biber und Schwarzwild würden die Region beschäftigen. Die Zusammenarbeit funktioniere wertschätzend und konstruktiv.

Wälder brauchen Verjüngung

Maximilian Kastner, Leiter der Forstabteilung der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf, gab einen Überblick über Abschusszahlen und Flächenbeurteilungen. Wichtig sei, dass sich Wälder nach Schäden wieder erholen können. Nur wenn Naturverjüngung möglich ist, lassen sich Risiken wie Erosion oder Muren mindern. Die Erfüllung der Abschusspläne spiele dabei eine zentrale Rolle. Die Behörde unterstütze die Jägerschaft, müsse aber auch gesetzliche Vorgaben einhalten.

Bezirkshauptfrau Elisabeth Leitner hob die enge Zusammenarbeit zwischen Behörde und Jägerschaft hervor. Die Ausbildung im Bezirk habe einen hohen Stellenwert. Wissen werde mit großem Engagement an Jungjäger weitergegeben. Jägerinnen und Jäger leisten viel ehrenamtliche Arbeit und vertreten die Jagd positiv nach außen.

Ausbildung und Nachwuchs

Bezirksjägermeister Franz Humpl blickte auf das vergangene Jagdjahr mit zahlreichen Veranstaltungen zurück. Er zeigte sich erfreut über 44 neue Jägerinnen und Jäger aus dem Bezirkskurs sowie 15 Absolventen aus dem Modulsystem der Landwirtschaftsschule Schlierbach. Auch Angebote wie Zerwirk- und Kochkurse würden gut angenommen.

Die zunehmende Nutzung von Wald und Kulturlandschaft erfordere gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt, betonte Humpl. Er dankte den Behörden und der Bezirksbauernkammer für die Zusammenarbeit.

Jagdhunde und Ehrungen

Bezirkshundereferentin Jasmin Schinko berichtete von 150 geprüften Jagdhunden aus 23 Rassen im Bezirk. Landes-Hundereferent Andreas Hochmayr bezeichnete das Jagdhundewesen als unverzichtbaren Teil der Jagd.

Im Anschluss wurden verdiente Mitglieder geehrt (siehe Bilder).

Jagd im Wandel

Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) unterstrich die Bedeutung der Jagd für regionale Lebensmittelversorgung. Wildbret sei nachhaltig, regional und gesund. Wichtig sei es, offen über Anliegen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.

„Jagd ist mehr als nur ein Hobby, Jagd ist Verbundenheit mit der Natur“, schloss  Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner mit persönlichen Worten ab.


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