Causa Oberarzt am Klinikum Kirchdorf einvernehmlich gelöst
KIRCHDORF. Im Konflikt rund um einen Oberarzt am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf ist eine einvernehmliche Lösung erzielt worden. Wie die Oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG) mitteilt, wurde im Zuge von Gesprächen mit der Rechtsvertretung des Arztes vereinbart, das Dienstverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Zuvor wurden sowohl die Entlassung als auch die ausgesprochene Kündigung seitens der OÖG zurückgenommen.

Die Gespräche seien offen und konstruktiv verlaufen, heißt es von Seiten der Gesundheitsholding. In einer Stellungnahme bedauerte die OÖG insbesondere den Ablauf der Ereignisse rund um den 20. Dezember 2024 sowie die Kommunikation in der Folge. Dadurch sei der Eindruck einer Vorverurteilung entstanden, ohne dass der betroffene Arzt zuvor die Möglichkeit zu einer Stellungnahme gehabt habe.
Der Oberarzt schilderte laut Aussendung, dass ihn die öffentlich gewordenen Vorwürfe persönlich schwer belastet hätten. Die Anschuldigungen, von denen er aus den Medien erfahren habe, hätten ihn in eine „schwere psychische Ausnahmesituation“ gebracht.
Entschuldigung vor Klinikteam
Eine klare Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Steyr habe schließlich zur Wiederherstellung seiner medizinischen Reputation beigetragen, so die OÖG. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Gesundheitsholding, Franz Harnoncourt, bekräftigte dies auch bei einer Morgenbesprechung des Teams im Klinikum Kirchdorf im Beisein des Arztes und entschuldigte sich im Namen der OÖG für den Verlauf der Ereignisse. Dabei habe er sich auch kritischen Fragen aus dem Team gestellt.
Causa gilt als abgeschlossen
Dem Oberarzt sei sowohl eine Weiterbeschäftigung am Klinikum Kirchdorf als auch am Kepler Universitätsklinikum in Linz angeboten worden. Ebenso stand eine einvernehmliche Beendigung des Dienstverhältnisses zur Diskussion. Letztlich einigten sich beide Seiten auf eine entsprechende Lösung.
Im Rahmen eines Gesamtvergleichs wurden laut OÖG auch sämtliche arbeitsrechtlichen Ansprüche geregelt. Damit gilt die Causa für alle Beteiligten als abgeschlossen. Zum Schutz der Persönlichkeit des Arztes wurde über weitere Details Stillschweigen vereinbart.
Harnoncourt bedankte sich abschließend beim Oberarzt für die konstruktiven Gespräche und dessen Bereitschaft, zu einer gemeinsamen Lösung beizutragen.


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