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Fritz Dittlbacher zu Gast in Kirchdorf: Europatag an der HAK HLW mit Blick auf Demokratie und Erinnerung

Maya Lauren Matschek, 22.04.2026 14:04

KIRCHDORF. Die HAK HLW Kirchdorf hat den Europatag heuer mit einem besonderen Gast gestaltet: Journalist, Historiker und Autor Fritz Dittlbacher war an der Schule zu einer Lesung und Diskussion zu Gast.

Ambros Gruber, Elke Wojakow, Claudia Trinko, Fritz Dittlbacher, Rupert Schedlberger und Bgm. Markus Ringhofer (v. l.) vor der Europatagsfeier in der HAK HLW Kirchdorf (Foto: hakhlw kirchdorf)

Die Schule setzt seit vielen Jahren auf gelebte Demokratiebildung. Bereits seit 2004 treffen sich Schüler und Lehrkräfte regelmäßig, um aktuelle Themen zu besprechen und den Schulalltag aktiv mitzugestalten. 2023 wurde die Schule als „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“ ausgezeichnet und nimmt seither an europäischen Projekten, Besuchen im EU-Parlament und schulweiten Europatagen teil.

ORF-Journalist Fritz Dittlbacher zu Besuch

Im Mittelpunkt der Veranstaltung zum Europatag stand Dittlbachers Lesung aus seinem Buch „Kleine Zeiten“. Darin schildert er Erinnerungen an seine Kindheit in Kirchdorf an der Krems, geprägt von Erzählungen über Krieg, Nachkriegszeit und gesellschaftlichen Wandel. Er betonte dabei die Bedeutung historischer Auseinandersetzung und sagte: „Es gibt eine Verantwortung, sich zu erinnern.“

In der anschließenden Diskussion sprach Dittlbacher über die Rolle von Medien und Demokratie. Eine unabhängige Medienlandschaft sei aus seiner Sicht zentral, da sie eine gemeinsame Informationsbasis für die Gesellschaft bilde. Gleichzeitig warnte er davor, dass Demokratie gefährdet sei, wenn sich Menschen nur noch in abgeschlossenen Informationsräumen bewegen.

„Europa lässt sich an seinem Mitgefühl und Zusammenhalt messen“

Auch die Schulgemeinschaft selbst setzte inhaltliche Akzente. Beiträge von Schüler und Lehrkräften griffen europäische Themen auf und betonten die Bedeutung von Zusammenarbeit und Gleichberechtigung. Maturantin Alina Löffler formulierte dabei: „Europa ist nie fertig, das ist ein Versprechen, das immer wieder zu erneuern ist.“

Bürgermeister Markus Ringhofer unterstrich in seinem Beitrag die Verbindung von regionaler Identität und europäischem Denken. Zeitgeschichtliches Wissen und politische Bildung seien zentrale Grundlagen für ein gemeinsames europäisches Verständnis. Denn, und so formuliert es Löffler: „Am Ende wird sich Europa nicht daran messen lassen, wie laut seine Grenzen waren, sondern wie stark sein Mitgefühl und Zusammenhalt war.“


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