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Diskussionsabend im Pfarrheim Leonstein beleuchtete Verkehrszukunft im Steyrtal

Maya Lauren Matschek, 30.04.2026 11:45

MOLLN/LEONSTEIN. Im Pfarrheim Leonstein fand ein gut besuchter Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Verkommt das Steyrtal zur Transitroute?“ statt. Veranstaltet wurde der Abend vom Fachteam „Schöpfungsgerechtigkeit“ der Pfarrgemeinde in Kooperation mit der Klimaschutzgruppe „dahuatbrennt“, der Bürgerplattform „Pro Natur Steyrtal“ sowie besorgten Anrainern.

  1 / 4   Der Informations- und Diskussionsabend zog eine Menge Gäste in das Leonsteiner Pfarrheim. (Foto: Sandra Ebner)

Im Zentrum der Veranstaltung standen die möglichen Auswirkungen geplanter Infrastrukturprojekte auf das Verkehrsaufkommen im Steyrtal. Die Referierenden präsentierten umfangreiches Datenmaterial und warnten davor, dass die geplante Westspange in Steyr in Verbindung mit weiteren Projekten zu einer deutlichen Zunahme des Transitverkehrs führen könnte.

Bereits jetzt werde die Strecke laut Vortragenden von Schwerfahrzeugen als Ausweichroute genutzt, insbesondere zur Umgehung von Mautstrecken.

Europäische Verkehrsachsen im Fokus

Diskutiert wurden auch die Auswirkungen der tschechischen Autobahn D3 sowie der geplanten Linzer Ostumfahrung. In Kombination mit der Westspange könnte sich daraus eine neue Transitachse zwischen Berlin und dem slowenischen Hafen Koper entwickeln, so die Einschätzung der Vortragenden.

Großes Interesse aus der Bevölkerung

Zwischen den einzelnen Beiträgen nutzten die Besucher die Gelegenheit für Fragen, Diskussionen und persönliche Erfahrungsberichte entlang der B140. Dabei wurde deutlich, dass das aktuelle Verkehrsaufkommen von vielen bereits als belastend empfunden wird und eine mögliche weitere Zunahme auf große Skepsis stößt.

Kritik an Flächenverbrauch und Klimafolgen

Zum Abschluss stellte der Verein „Grüngürtel statt Westspange“ weitere Argumente gegen das Projekt vor. Besonders hervorgehoben wurden der mögliche Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Flächen sowie langfristige Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit. In Verbindung mit dem Klimawandel sei der Schutz fruchtbarer Böden von zentraler Bedeutung.

Weitere Informationsveranstaltungen zu diesem Thema seien bereits in Planung.


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