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Dorfladen Steyrling zieht nach Abschiedsfest um

Maya Lauren Matschek, 13.05.2026 09:41

STEYRLING. Der Dorfladen im Klauser Ortsteil Steyrling schließt vorerst seine Türen. Der Verein „wir für uns“, der den Laden gemeinsam mit Nah und Frisch betrieb, lud Ende April 2026 zu einem Abschiedsfest vor Ort ein – ein bewusst positiver Rahmen für einen Neuanfang, der bereits in Planung ist.

Im Dorfladen gab es Lebensmittel und verschiedene Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. (Symboldbild) (Foto: travelbook - stock.adobe.com)

Endgültig vorbei ist es mit dem Nahversorger nämlich nicht. Ganz im Gegenteil: Hinter den Kulissen arbeitet der Verein „wir für uns“ bereits intensiv an einer Wiedereröffnung – und kann dabei auf außergewöhnlich breite Unterstützung aus der Bevölkerung bauen.

Gründe für die Schließung

Die Gründe für die vorübergehende Schließung sind laut Vereinsobmann Michael Kornek vielfältig. „Das Gebäude hat uns nicht gehört und war in die Jahre gekommen – das Dach war nicht dicht, es gab kaum Parkmöglichkeiten und der Standort war insgesamt eher versteckt“, erklärt er. Unter diesen Bedingungen sei ein nachhaltiger Betrieb zuletzt kaum mehr möglich gewesen.

Starker Rückhalt

Doch genau hier setzt der Neustart an: In rund einem Jahr soll der Dorfladen an einem neuen Standort wieder öffnen. Geplant ist ein Neubau auf einem Wiesengrundstück in der Nähe der Raiffeisenbank. Für das Projekt wurde eine Leader-Förderung in Höhe von rund 100.000 Euro beantragt.

Besonders bemerkenswert ist dabei der Rückhalt aus der Bevölkerung: „Firmen unterstützen uns mit Sachleistungen, viele Menschen bieten ihre Arbeitskraft an und es gibt zahlreiche Zusagen für finanzielle Unterstützung“, berichtet Kornek. Insgesamt seien auf diese Weise bereits rund 100.000 Euro zusammengekommen – ein Großteil davon direkt aus Steyrling. „Es heißt ja nicht umsonst ‚Wir für uns‘“, sagt Kornek.

Neustart mit Hybridlösung

Geplant ist eine Hybridlösung. Am Vormittag wird der Laden klassisch mit Personal geführt, am Nachmittag soll ein Selbstbedienungsbetrieb möglich sein. Damit will man Nahversorgung flexibel und zukunftsfit gestalten. Der Abschied ist also gleichzeitig ein Aufbruch: Was jetzt endet, soll schon bald in neuer Form zurückkehren – getragen von einer Gemeinschaft, die zeigt, wie viel möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen.


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