TIZ Kirchdorf brachte MINT-Fächer in 14 Freibäder in der Region
KIRCHDORF/TRAUNVIERTEL. Mehr als 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben bei der MINT-Bädertour 2026 kostenlos experimentiert, geknobelt und naturwissenschaftliche Phänomene entdeckt. Das mobile Team machte in 14 Freibädern in den Bezirken Kirchdorf, Steyr-Land, Gmunden und Wels-Land Station.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Idee für die Bädertour stammt von Matthäus Radner, Geschäftsführer des Technologie- und Innovationszentrums (TIZ) Kirchdorf. Umgesetzt wurde das Projekt von Isabel Pürstinger und Amir Khodayar, zwei Schülern der Handelsakademie Kirchdorf, im Rahmen eines Ferialpraktikums.
Die beiden Jugendlichen übernahmen wesentliche Teile der Planung und Umsetzung. Dazu gehörten unter anderem die Recherche, die Standortsuche, die Kontaktaufnahme mit Gemeinden und Freibädern sowie die Dokumentation und Auswertung.
„Ich wollte bewusst keine klassische Ferialpraxis, bei der Jugendliche einzelne Aufgaben abarbeiten. Die beiden sollten erleben, wie aus einer Idee ein echtes Projekt wird – mit Planung, Entscheidungen, Kontakt zu Gemeinden, unerwarteten Herausforderungen und letztlich der Umsetzung vor Ort“, sagt Radner.
Rund zehn Stationen luden zum Ausprobieren ein
Bei der Tour gab es rund zehn unterschiedliche Experimente für verschiedene Altersgruppen. Die Besucher konnten unter anderem ausprobieren, ob man durch ein Blatt Papier steigen kann, Blumen aus Draht und Nagellack herstellen oder Metallpuzzles lösen. Auch Geschicklichkeit und Kopfrechnen wurden miteinander verbunden.
„Ich habe gelernt, dass man zuerst einmal die Aufmerksamkeit der Menschen gewinnen muss. Wenn ein Kind bei einem Experiment plötzlich selbst herausfindet, warum etwas funktioniert, ist das ein ganz anderes Lernen“, sagt Pürstinger.
Die Altersspanne der Besucher reichte laut TIZ von etwa vier Jahren bis ins Erwachsenenalter. Damit richtete sich das Angebot nicht nur an Kinder, sondern auch an Familien.
„Bei kleineren Kindern funktioniert es eher über das Ausprobieren, bei älteren kann man schon viel mehr über den eigentlichen Hintergrund sprechen“, sagt Khodayar.
Bei Regen gab es Ausweichmöglichkeiten
Die Tour wurde flexibel geplant. Neben Freibädern wurden auch stark frequentierte Standorte und Veranstaltungen genutzt. Bei Schlechtwetter konnten Einkaufszentren und andere überdachte Plätze als Ausweichorte dienen. Auch Gemeinde- und Stadtfeste wurden genutzt.
Für die beiden Praktikanten bedeutete das auch, auf Wetterbedingungen zu reagieren, Kontakte zu knüpfen, Genehmigungen einzuholen und die Besucherzahlen zu dokumentieren.
Mindestens 700 Menschen erreicht
Nach vorsichtiger Auswertung wurden während der Tour mindestens 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreicht. Über einen QR-Code konnten sich Interessierte außerdem für zukünftige MINT-Angebote registrieren.
Die Bädertour wurde von der MINT-Region Traunviertel ermöglicht. Das vom Bundesministerium ausgezeichnete Netzwerk umfasst Schulen, Gemeinden, Unternehmen und weitere Partner. Koordiniert wird es vom TIZ Kirchdorf.
Nach dem erfolgreichen Pilotjahr sieht das TIZ Potenzial für eine Fortsetzung.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden