Riesenkürbis aus Inzersdorf füllt viele Kochtöpfe
INZERSDORF. Ein Speisekürbis mit 33,1 Kilogramm ist heuer im Garten von Christine Baldinger gewachsen. Die Ernte ist zu groß für den eigenen Kochtopf. Deshalb wird der Kürbis mit Freunden und Familie geteilt.

Wer soll denn das alles essen? Diese Frage hört die Mutter von Laurenz (8) und Valentin (5) derzeit oft. Die Antwort steht schon fest: „Er wird einfach auf Freunde und Bekannte aufgeteilt.“ In den nächsten Tagen will Baldinger den Riesenkürbis anschneiden.
Neben ihrer Arbeit im Büro eines Zementwerks und dem Familienalltag widmet sie sich gerne ihrem Garten. Die Kürbispflanze hat sie selbst im Glashaus aufgezogen. Nach den Eisheiligen im Mai setzte sie diese auf den Kürbishaufen im Garten.
Eigener Kompost und ein grüner Daumen
Der Kürbishaufen wird jedes Jahr mit hauseigenem Kompost befüllt. So bekommen die Pflanzen genügend Nährstoffe. Nur in der trockensten Phase des Sommers griff Baldinger gelegentlich zur Gießkanne. Auch dann ging sie sparsam mit dem Wasser um. Ansonsten wurde der Kürbis mit ihrem grünen Daumen und etwas „Liebe“ gepflegt, erzählt sie.
Die Freude am Garten hat Baldinger von ihrer Mutter übernommen, die vor zwei Jahren gestorben ist. „Die hatte noch grünere Daumen als ich, aber ich versuche, in ihre Fußstapfen zu treten.“
Gemüse für Familie und Freunde
Neben Kürbissen wachsen in ihrem Garten unter anderem Salat, Tomaten, Radieschen, Buschbohnen, Erdbeeren, Rotkraut, Rote Rüben und Brokkoli. Besonders reich fiel heuer auch die Gurkenernte aus. Baldinger spricht sogar von einer „Gurke-Plage“. Mit den Gurken versorgte sie Freunde und Familienmitglieder.
„Ich versorge uns sehr gerne selber aus unserem Garten“, sagt Baldinger. Im Herbst kocht sie außerdem Gemüse für den Winter ein.
Kürbis kommt auch in die Lasagne
Der Kürbis findet bei ihr derzeit in vielen Gerichten Platz. Er kommt als Ofengemüse auf den Tisch oder wird in Spaghetti und Lasagne „drunter geschummelt“. Für den Winter legt Baldinger Kürbis süß-sauer ein.
Trotzdem übersteigt die Ernte den Bedarf der Familie: „Auch wenn wir alle sehr gerne Kürbisgerichte essen, können wir 33 Kilogramm nicht selber verkochen.“ Damit auch andere etwas von der Ernte haben, wird der große Kürbis nun aufgeteilt.
Den Tips-Lesern verrät die zweifache Mama noch ihr Lieblings-Kürbisrezept.
Rezept: Kürbis oder Zucchini süß-sauer
Zutaten:
2 Kilogramm Kürbis oder Zucchini
½ Kilogramm Zwiebeln
3 Paprika, rot, grün und gelb
1–2 Esslöffel Salz
Für die Marinade:
¾ Liter Einlegeessig
3 Esslöffel Senfkörner oder Kurkuma
1–2 Teelöffel Curry
geriebene Muskatnuss
300 Gramm Zucker
Zubereitung:
Kürbis oder Zucchini schälen, die Kerne entfernen und das Gemüse in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Zwiebeln und Paprika in Stücke beziehungsweise Ringe schneiden. Das Salz unter das Gemüse mischen und etwa eine halbe Stunde rasten lassen.
Alle Zutaten für die Marinade zusammen aufkochen. Das Gemüse dazugeben und etwa fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend noch heiß mit der Marinade in Gläser abfüllen.








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