Micheldorfer Peter-Paul Lintner erzählt mit Feder und Tusche
MICHELDORF. Mit zwei Bilderbüchern war der Micheldorfer Zeichner Peter-Paul Lintner auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Sabine Hoffmann vom Münchner Utz-Verlag präsentierte dort „Sternkönige“ und „Hans, der Mostapfel“.

In den Büchern erzählt Lintner von einem Stern, der in Schwierigkeiten gerät, und einem Mostapfel, der eine tiefe Sinnkrise erlebt. Die Geschichten bebildert er mit Tusche-Illustrationen, die er mit der Feder zeichnet.
Ein Geschenk an seinen Enkelsohn
Bei einem Besuch in der Tips-Geschäftsstelle erzählt der einstige Volksschuldirektor von Schlierbach, dass das erste Bilderbuch „Sternkönige“, beziehungsweise die Zeichnungen daraus, eigentlich ein Geschenk an seinen Enkelsohn war. Bekannte und Freunde legten dem Autor ans Herz, sein Werk doch auch Verlagshäusern anzubieten, und Lintner tat das - eher beiläufig während eines Spaziergangs - und der Versuch fruchtete.
„Hans, der Mostapfel“ erschien kürzlich als zweiter Teil im selben Zeichenstil, ist jedoch inhaltlich eine eigenständige Geschichte, die nicht an die Handlungen in der ersten Lektüre anknüpft.
Handwerkliche Herausforderungen
Bevor seine Zeichnungen gemeinsam mit den dazugehörigen Texten im Buchformat A4 gedruckt werden, zeichnet Lintner sie zuerst auf einem ungefähr viermal so großen Zeichenpapier vor. Für so ein Kunstwerk braucht der (geübte!) Micheldorfer manchmal bis zu acht Stunden oder mehr. Denn: „Fehler lassen sich bei Tuschezeichnungen mit der Feder kaum korrigieren. Wenn man zu fest aufdrückt oder im falschen Winkel hält, kann die Feder klecksen, das Papier zerkratzen oder zerreißen. Oder die Federspitze an sich 'zersprießt' sich. In dem Fall muss ich mein Kunstwerk zur Gänze verwerfen und von vorne anfangen. Auch wenn ich eigentlich schon fast fertig war.“
„Das ist doch KI“
Für seine Arbeit bekomme Lintner grundsätzlich lobende und wertschätzende Worte von Bekannten, Verwandten und Freunden. Zum Leben alleine reiche das Geld aus dem Verkaufserlös der Bücher allerdings (noch?) nicht.
Was ihn ärgert, sei vor allem oftmals die Annahme, „meine Zeichnungen wären gar nicht echt, sondern KI-generiert“, erzählt der Künstler und Autor, und: „So etwas macht mich traurig.“ Gleichzeitig verschwende er keine Zeit mehr damit, Menschen etwas besseres zu belehren: „Die richtigen werden meine Arbeit verstehen und schätzen, so wie sie ist.“
Beim Tips-Besuch hatte er außerdem schon Zeichnungen und Skizzen für das dritte, noch unveröffentlichte Buch „Ilse, die Spinne“, mit dabei.
„Frankfurt ist Geschichte“
Seine beiden Bücher „Sternkönig“ und „Hans, der Mostapfel“ wurden von 7. bis 11. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt. Lintner schreibt der Tips-Redaktion nach dieser Messe: „Frankfurt ist Geschichte“. Lintners nächste Geschichte wartet dagegen noch auf ihre Veröffentlichung.








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