Nußbacher Ganslbäuerin über Martinizeit: „Die erfüllendste Zeit des Jahres“
NUßBACH. Heidi Hebesberger führt einen Ganslhof in Nußbach und verkauft Gänse für den Martinitag. Als Obfrau der Traunviertler Weidegans feierte sie kürzlich das 30-jährige Bestehen der Initiative. Für sie ist Martini die intensivste, aber zugleich auch die erfüllendste Zeit des Jahres.

„Früher kannte ich das Martinigansl gar nicht. Erst als wir selbst Gänse hielten, entstand diese Tradition bei uns zu Hause“, erzählt Hebesberger. Am 11. November gibt es bei ihrer Familie abends eine Gansleinmachsuppe mit Semmelknöderln.
Ein Hof voller Leben
Als sie auf den Hof ihres Mannes kam, wollte das Paar Gras und Fallobst im Obstgarten bestmöglich verwerten. „Max Gala, der leider heuer verstorben ist, hat uns beim Einstieg in die Gänsehaltung sehr geholfen“, erinnert sie sich.
Rund um Martini herrscht auf dem Hof besonderer Betrieb. Die Gänse werden stressfrei geschlachtet, verpackt und vermarktet, gleichzeitig werden die Federn veredelt. Kunden holen ihre Gans ab und lassen sich zu Kissen und Decken beraten. „Diese Zeit ist die intensivste, aber auch die erfüllendste des ganzen Jahres“, sagt Hebesberger.
Über die Jahre entstehen persönliche Verbindungen: Ein Kunde holte mehr als 20 Jahre lang jedes Jahr am 10. November sein Ganserl ab und fuhr damit zu seinen Kindern nach Ostdeutschland. „Da wächst man mit den Kunden zusammen.“
Tipps für die Martinigans
Für die Zubereitung empfiehlt Hebesberger eine Stunde pro Kilogramm bei 160 Grad, teilweise abgedeckt. Für knusprige Haut bestreicht sie die Gans am Schluss mit Honig und Apfelsaft und schiebt sie kurz bei 200 Grad in den Ofen. Dazu gehören für sie Blaukraut, Semmelknödel und Safterl. In ihrem Hofladen in Nußbach gibt sie Rezepttipps für die Resteverwertung.








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