Schäden durch eingeschleppte Pflanze "Staudenknöterich"
BEZIRK KIRCHDORF. Dass an manchen Straßenrändern im Bezirk trotz sommerlicher Temperaturen Schneestangen aufgestellt werden, hat einen speziellen Grund.

„Wir widmen uns der Problematik ,Staudenknöterich' und kennzeichnen dies an Ort und Stelle“, berichtet Raffael Gittmaier, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Kirchdorf. Die aus Ostasien eingeschleppte Pflanze breitet sich, laut einer Aussendung des Landes OÖ, aus und verdrängt dabei nicht nur die einheimische Flora sondern führt auch zu baulichen Schäden.
Pflanze dringt in Mauern und Asphalt ein und könnte diese sprengen
Der Staudenknöterich erreicht Höhen bis über drei Meter und besitzt ein bis zwei Meter tief reichende unterirdische Triebe, welche in kleinste Ritze von Mauern und Asphalt eindringen und diese durch ihr Wachstum sprengen können. Manchmal können sie auch an Kanälen, Dämmen und Deichen zu Schäden führen. Böschungen und Ufer sind zudem anfällig für Erosion.
Folgen sind Probleme mit der Verkehrssicherheit im Straßenbereich und an Bahndämmen, die massive Ausbreitung in Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie die Ufererosionen im Gewässerbereich.
Bekämpfung der Pflanze
Nach einer flächigen Ausbreitung ist eine Bekämpfung des Staudenknöteriches sehr schwierig. Umso wichtiger ist es daher, durch Aufklärung und achtsamen Umgang einer massiven Ausbreitung vorzubeugen.
Erfolgversprechend könnte, laut der Aussendung des Landes OÖ, nur regelmäßiges Abmähen mit sachgerechter Entsorgung des Mähguts in Müllverbrennungsanlagen, Biogasanlagen oder Kompostierung auf Hartplatz sein, da selbst kleine Sprossteile wieder austreiben können.


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