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KIRCHDORF AN DER KREMS. Bei einem schweren Unfall auf der steirischen Tauplitz hätte der britische Urlauber Steve McCulley beinahe sein linkes Bein verloren. Doch die Mitarbeiter im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum (PEK) Kirchdorf retteten das Bein des Afghanistan-Veteranen.

Den Erhalt seines Beines verdankt der britische Urlauber und ehemalige Soldat Steve McCulley den Mitarbeitern des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Kirchdorf. Foto: OÖG

Steve McCulley hat schon viel durchgestanden: Bei einem Kriegseinsatz in Afghanistan wurde der ehemalige Major der britischen Armee 2011 schwer verletzt und schaffte es nach drei Jahren Rehabilitation, körperlich wieder völlig fit zu werden. Ein Sturz mit dem Snowboard hätte den erfahrenen Wintersportler am Silvestertag jedoch um ein Haar sein Bein gekostet. In einer Kurve verkantete sein Board so stark, dass er unkontrolliert gegen einen Baum prallte. Nach der Erstversorgung wurde der Schwerverletzte mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 14 ins auf Skiunfälle spezialisierte PEK Kirchdorf geflogen.

Komplizierte Verletzung

In einer fünfstündigen Notoperation, an der mehrere Ärzte beteiligt waren, wurde ein Bruch des Ober- und des Unterschenkels behandelt. Durchblutungsstörungen im Bein erforderten am Neujahrstag eine weitere Operation. „Eine zusätzliche Gefäßverletzung wurde rechtzeitig erkannt und von der radiologischen Abteilung behandelt. Wäre sie unerkannt geblieben, hätte der Patient sein Bein verlieren können“, berichtet Silvia Dobler, Leiterin der Anästhesiologie und Intensivmedizin am PEK Kirchdorf.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche

Der äußerst komplizierte Bruch erforderte insgesamt drei chirurgische Eingriffe. Robert Pehn, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie, betont: „Der Erhalt des Beines ist der ausgezeichneten fachübergreifenden Zusammenarbeit der Disziplinen Radiologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Unfallchirurgie und Chirurgie zu verdanken.“ Unter seiner Leitung versorgt die Unfallchirurgie zusätzlich jährlich rund 800 Wintersportler aus den nahe-gelegenen Skigebieten. An Spitzentagen landen bis zu sechs verletzte Sportler auf dem OP-Tisch des Klinikums.

Auf dem Weg der Besserung

Steve McCulley, der das Militär 2014 verließ, befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung und bedankt sich bei allen seinen Retter: den Pistenrettern im Skigebiet, den Erstversorgern im Helikopter sowie dem Team des PEK Kirchdorf.


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