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PETTENBACH. Zwei Beschäftigte in der Lebenshilfe Werkstätte Pettenbach berichten über ihren Alltag in der Corona-Krise.

Lukas Langeder und Ernst Schimpl (v.l.) berichten über ihren Alltag. (Fotos: Lebenshilfe)
Lukas Langeder und Ernst Schimpl (v.l.) berichten über ihren Alltag. (Fotos: Lebenshilfe)

„Unseren Beschäftigten und Bewohnern geht es aktuell wie allen anderen Menschen auch: Sie sehnen die Normalität zurück“, sagt Lebenshilfe Geschäftsführer Gerhard Scheinast. Gleichzeitig ist klar: Die Normalität von Menschen mit Beeinträchtigung schaut leider oft noch anders aus: Für sie ist „in normalen Zeiten“ eine gewisse soziale Distanz Alltag. Menschen mit Beeinträchtigung können nicht einfach fortgehen, Freunde treffen oder Ausflüge machen, wenn ihnen gerade danach ist. Sie sind bei vielen Tätigkeiten auf Hilfe angewiesen und es gibt noch viel Aufholbedarf bei der Inklusion.

56 Beschäftigte arbeiten in der Werkstätte in Pettenbach

56 Beschäftigte arbeiten für die Lebenshilfe Werkstätte Pettenbach. Einer davon ist Ernst Schimpl, der berichtet: „Ich bleibe während der Ausgeh-Beschränkungen zu Hause, höre Radio und sehe Fern. Besonders vermisse ich meine Eltern. Die Corona-Zeit hat für mich nichts Gutes. Schlecht finde ich an der Corona-Zeit das Tragen des Mund-Nasenschutzes, dass so viele Menschen krank sind und im Krankenhaus liegen.“

Familie wird vermisst

Lukas Langeder, ebenfalls Beschäftigter in der Werkstätte Pettenbach, bleibt auch während der Ausgeh-Beschränkungen zu Hause. „Besonders vermisse ich in der Corona-Zeit meinen Bruder und meine Familie, die ich nicht besuchen kann, sowie den Kontakt zu den Nachbarn“, sagt Langeder, der auch etwas Positives sieht: „Gut ist, dass ich spät ins Bett gehen und lange schlafen kann. Es ist schlimm, dass auf der ganzen Welt so viele Menschen an Corona sterben. Was mir noch wichtig ist zu sagen: Menschen, die durch Corona in finanzielle Not geraten sind, gehören unterstützt.“

Mehr über ihren Corona-Alltag, ihre Wünsche und Sorgen erzählen Menschen mit Beeinträchtigung auf der Facebook- und Instagram-Seite der Lebenshilfe OÖ.


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