Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK KIRCHDORF. Am Samstag, 15. Mai, ist Internationaler Tag der Familie. Um Familien in schwierigen Zeiten zu unterstützen, hat die Caritas OÖ schon vor 70 Jahren die Familienhilfe gegründet. Begonnen mit zwei Mitarbeiterinnen, begleiten heute rund 200 Familienhelferinnen pro Jahr bis zu 1.300 Familien im Land OÖ.

  1 / 3   Das Team der Langzeithilfe der Caritas im Bezirk Kirchdorf: Teamleiterin Magdalena Brandstötter, Ursula Jax, Claudia Radinger, Hannelore Kienbacher, Ingeborg Purer, Gabriele Kienauer und Johanna Liesinger (v.l.) (Foto: Caritas)

Vor 70 Jahren holte die Caritas OÖ die Idee der Familienhilfe von den Niederlanden nach Oberösterreich. Begonnen mit zwei Mitarbeiterinnen, begleiten heute rund 200 Familienhelferinnen pro Jahr bis zu 1.300 Familien im Land OÖ. Was als Pionierprojekt begann, ist heute aus dem Sozialsystem nicht mehr wegzudenken. Der Grundauftrag hat sich in den sieben Jahrzehnten nicht verändert: Für Familien da sein, wenn diese Unterstützung in schwierigen Situationen benötigen.

Kinderreiche Familien ernähren

Die Familienhelferinnen betreuen die Kinder in der Familie und versorgen den Haushalt. Zu Beginn wurden die Mitarbeiterinnen „Schwestern“ genannt und waren mit weißem Häubchen ausgestattet, die Mobilität war anfangs beschwerlich. Sie mussten oft stundenlang mit Bahn und Bus fahren oder hatten lange Fußmärsche, bis sie ihre Einsatzfamilien erreichten, wo sie häufig übernachteten. „In den 50er und 60er Jahren war es für die Familienhelferinnen die große Herausforderung, die kinderreichen Familien satt zu bekommen“, erklärt Anne Imbery, Leiterin der Mobilen Familiendienste der Caritas OÖ.

Herausforderungen haben sich verändert

Heute sind die Caritas-Mitarbeiterinnen mit anderen Herausforderungen konfrontiert, weil sich die Rahmenbedingungen für Familien in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben: Großeltern sind in der Regel noch berufstätig und nicht unbedingt im gleichen Ort wohnhaft. Ebenso sind beide Elternteile berufstätig, Mütter legen keine lange „Familienpause“ ein, sondern kehren früh in ihren Beruf zurück. Viele sind alleinerziehend. Akute Erkrankungen, Unfälle oder schwere chronische Krankheiten von Elternteilen oder von Kindern können unter diesen Voraussetzungen nicht mehr ausschließlich in der Familie bewältigt werden.

Vor 30 Jahren die Langzeithilfe für Familienhilfe gegründet

„In manchen kritischen Lebenssituationen ist es außerdem für die Entwicklung der Kinder wichtig, dass sie gerade dann im familiären Umfeld aufgefangen und begleitet werden“, weiß Anne Imbery aus Erfahrung. Vermehrt sind es psychische Probleme, die zu kritischen Situationen in Familien führen, beispielsweise Burnout und Depressionen. Wenn Ereignisse das Familiensystem nachhaltig ins Wanken bringen, unterstützen die Caritas-Mitarbeiterinnen außerdem, dass sich das Familiensystem neu „formiert“, geben Anstöße zur Veränderung und helfen beim Festigen neuer Verhaltensmuster.

Für diese längerfristigen Einsätze gründete die Caritas vor 30 Jahren die Langzeithilfe für Familienhilfe. „In dieser Zeit begannen wir außerdem, die regionalen Stützpunkte aufzubauen. Heute ist für jeden Bezirk eine regionale Ansprechpartnerin zuständig“, sagt die Leiterin der Caritas-Familienhilfe. Ein Meilenstein in der Geschichte der Familienhilfe war, dass die Dienstleistung 1973 vom Land Oberösterreich als Aufgabe des Sozialstaates erkannt wurde. Seither wird ein Teil der Kosten von der öffentlichen Hand finanziert. Die Familien leisten Eigenbeiträge, die sozial gestaffelt sind. Heute ist der Tarif nicht nur sozial gestaffelt, sondern seit Jahresbeginn gibt es als „unkomplizierte erste Hilfe“ sogar eine Pauschale: In den ersten 21 Stunden fallen lediglich fünf Euro pro Stunde an.

Caritas-Mitarbeiterinnen gestalten Vorlesebuch zum Jubiläum

Kinder lieben es Geschichten zu hören. Caritas-Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche haben nun die schönsten Geschichten, die auch in schwierigen Situationen für ein wenig Leichtigkeit sorgen, zusammengetragen. Die Texte und selbst gestalteten Zeichnungen dazu sollen zum Helfen, Entdecken, Träumen und Lachen einladen. Es kann ab Juni gegen eine Spende zu Gunsten der Mobilen Familiendienste unter www.mobiledienste.or.at erworben werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Pfarrgemeinde Frauenstein lädt zur Nacht der 1000 Lichter ein

Pfarrgemeinde Frauenstein lädt zur Nacht der 1000 Lichter ein

FRAUENSTEIN. Die Pfarrgemeinde Frauenstein lädt zur Nacht der 1000 Lichter ein. Am Samstag, 31. Oktober, von 17.30 bis 20.30 Uhr können Besucher ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Helmut Pichler bringt drei Himalaya-Vorträge in den Bezirk Kirchdorf

Helmut Pichler bringt drei Himalaya-Vorträge in den Bezirk Kirchdorf

BEZIRK KIRCHDORF AN DER KREMS. Helmut Pichler berichtet im Oktober bei drei Vorträgen in Windischgarsten, Schlierbach und Spital am Pyhrn von ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Latschenfest soll den Dorfladen Steyrling unterstützen

Latschenfest soll den Dorfladen Steyrling unterstützen

STEYRLING. Das Latschenfest im Brunnental soll die Wiedereröffnung des Dorfladens Steyrling unterstützen. Besucher können am Kasberg, auf ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Gesunde Gemeinden ehren bei Bezirkstreffen in Wartberg langjährige Ehrenamtliche

Gesunde Gemeinden ehren bei Bezirkstreffen in Wartberg langjährige Ehrenamtliche

BEZIRK KIRCHDORF AN DER KREMS. Vier Arbeitskreisleiter wurden beim Bezirkstreffen der Gesunden Gemeinden für ihre langjährige ehrenamtliche ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Beate Maly bringt Wiener Krimi nach Pettenbach

Beate Maly bringt Wiener Krimi nach Pettenbach

PETTENBACH.  Ein Mord während der Wiener Ballsaison: Darum dreht sich die Lesung mit Beate Maly am Freitag, 23. Oktober, im Jugendzentrum ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Schlierbachs Naturwerkstatt setzt auf Mitarbeit und Selbstbestimmung

Schlierbachs Naturwerkstatt setzt auf Mitarbeit und Selbstbestimmung

SCHLIERBACH. Finanzen verwalten, Reparaturen erledigen und den Waldplatz pflegen: In der Naturwerkstatt übernehmen Eltern einen Teil der Aufgaben ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge