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Blutvergiftung – wenn jede Minute zählt: Experten trafen sich in Kirchdorf zur Fortbildung

Sophie Kepplinger, BA, 07.09.2022 14:40

KIRCHDORF AN DER KREMS. Bereits zum elften Mal findet am Dienstag, 13. September der Welt-Sepsis-Tag statt. Einmal mehr soll auf die Gefahr der Erkrankung aufmerksam gemacht werden. Auch das 6. Intensivmedizinische Forum Pyhrn-Eisenwurzen widmete sich ganz dem Thema Sepsis. Rund 200 Experten trafen sich online und im Kulturzentrum Neupernstein, um ihr Wissen rund um die Blutvergiftung zu erweitern.

Gemeinsam voneinander lernen und Beziehungen stärken – Beim Intensivmedizinischen Forum Pyhrn-Eisenwurzen trafen sich zum sechsten Mal nationale und internationale Experten. Am Bild v.l.: Thomas Mark – Organisator und Leiter der Abteilung für Innere Medizin am PEK Kirchdorf; Michael Hubich – Ärztlicher Direktor PEK Kirchdorf; Silvia Dobler – Organisatorin und Leiterin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am PEK Kirchdorf; Christine Haberlander – LH Stv.in und Gesundheitslandesrätin; Eva-Maria Gerdsmann – Stellvertretende Pflegedirektorin am PEK Kirchdorf und Franz Harnoncourt – Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG (Foto: Land OÖ / Sternberger)

Rund 28.000 Österreicher erkranken jährlich an einer Blutvergiftung. Knapp jeder Vierte überlebt die Infektion nicht. „Eine Blutvergiftung ist eine schwere Allgemeininfektion, die den ganzen Körper betrifft. Über einen Infektionsherd, wie zum Beispiel eine offene Wunde, einen Harnwegsinfekt, aber auch einen entzündeten Zahn gelangen Bakterien, Viren oder auch Pilze ins Blut. Über den Blutkreislauf können diese in alle Organe gelangen. Kann der Körper die Erreger nicht mehr bekämpfen, kommt es zu einer Blutvergiftung, eventuell sogar zu einem Multiorganversagen“, erklärt Silvia Dobler, die Organisatorin des Forums und Leiterin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf.

Schnelle Diagnose rettet Leben

Die Sepsis ist ein Notfall, bei dem jede Minute zählt. Das Tückische daran ist jedoch die Erkrankung möglichst früh zu erkennen. „Die rote Linie auf der Haut ist leider nicht immer Anzeichen einer Blutvergiftung. Vielmehr äußert sich diese mit Symptomen wie allgemeinem Schwächegefühl, Fieber, Schüttelfrost, schneller Atmung beziehungsweise hohem Puls und Verwirrtheit. Innerhalb kurzer Zeit kann sich der Zustand von Patienten dramatisch verschlechtern. Deswegen muss der Erreger so schnell wie möglich gefunden und eine Therapie gestartet werden“, betont Thomas Mark, der Organisator des Forums und Leiter der Abteilung für Innere Medizin am PEK Kirchdorf.

Gemeinsam lernen und besser werden

Die Sepsis ist die häufigste Ursache für Todesfälle im Krankenhaus, für Wiederaufnahmen im Spital und für hohe Gesundheitskosten. Sie gehört zu den größten Gesundheitsproblemen weltweit. „Genau deswegen haben wir das 6. Intensivmedizinische Forum diesem Thema gewidmet. Denn je besser das gesamte Gesundheitspersonal auf die Erkrankung geschult ist und über die Behandlung Bescheid weiß, umso besser können Patienten versorgt werden“, so die Veranstalter.

„Im Oberösterreichischen Gesundheitssystem sind zahlreiche Experten tätig. Das Organisationsteam des Intensivmedizinischen Forums greift immer wieder aktuelle Themen auf und lädt nationale aber auch internationale Experten nach Kirchdorf ein. So haben sie nicht nur eine Plattform geschaffen um voneinander zu lernen, sondern auch um sich zu vernetzen. Durch die gemeinsame Fortbildung und die Kräftigung der Beziehungen unter den Klinikstandorten wird die flächendeckende Gesundheitsversorgung in Oberösterreich einmal mehr gestärkt. Herzlichen Dank an das Organisationsteam für den Einsatz“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander.


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