Radzielnetz Traunviertler Alpenvorland nimmt Gestalt an
BEZIRK. Das Radzielnetz im Traunviertler Alpenvorland nimmt weiter konkrete Formen an. Mit einer Kick-off-Veranstaltung zu Jahresbeginn wurden die Gemeinden der Region über aktuelle Entwicklungen in der Mobilitätsplanung informiert und der Startschuss für die weitere Projektarbeit gesetzt. Für September steht bereits der nächste Meilenstein fest.

Nach einer Kick-off-Veranstaltung im Jänner begann ein Verkehrsplanungsbüro aus Graz mit der detaillierten Ausarbeitung des Projekts. Erste Analysen der Region wurden erstellt, bestehende Studien und Unterlagen gesichtet sowie an aktuelle Entwicklungen angepasst. Ziel ist eine fundierte Grundlage für ein künftiges regionales Radverkehrskonzept.
Gemeinden im Bezirk aktiv eingebunden
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind die Abstimmungen mit den Gemeinden. In den Teilräumen rund um Steyr, Kirchdorf und Kremsmünster fanden bereits Workshops mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Radbeauftragten statt. Dabei wurden regionale Besonderheiten, bestehende Herausforderungen und konkrete Bedürfnisse für den Alltagsradverkehr diskutiert.
Parallel dazu werden in Online-Abstimmungen weitere baurelevante Themen vertieft und ausgearbeitet.
Konzeptpräsentation im Herbst geplant
Der nächste wichtige Meilenstein steht bereits fest: Im September soll im Rahmen einer Abschlussveranstaltung ein umfassendes Konzept zur Weiterentwicklung des Radverkehrs im Traunviertler Alpenvorland präsentiert werden.
Die neue Strategie verfolgt mehrere Ziele. Einerseits sollen Gemeinden bei der Nutzung von Fördermitteln für künftige Radverkehrsprojekte unterstützt werden – ein wichtiger Aspekt angesichts knapper öffentlicher Budgets. Andererseits soll das Radzielnetz klare Orientierung geben, wo Investitionen in die aktive Mobilität besonders sinnvoll und wirksam sind.
Das LEADER-Projekt wird in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich umgesetzt und verbindet regionale Entwicklung mit nachhaltiger Mobilität.
Fokus auf alltagstaugliche Mobilität
Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem eine leichtere und komfortablere Fortbewegung im Alltag. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das klassische Radfahren über längere Strecken, sondern insbesondere die intermodale Mobilität – also die Kombination verschiedener Verkehrsmittel.
Ein Beispiel: Mit dem Fahrrad zum Bahnhof, weiter mit dem Zug und am Zielort mit einem Leihrad bis zur endgültigen Destination.
Ziel des Projekts ist es, bestehende Angebote besser zu vernetzen, übersichtlicher zu gestalten und dadurch alltagstauglicher zu machen.
„Wege sichtbar machen und Lücken schließen“
Kirchdorfs Bürgermeister Markus Ringhofer (SPÖ) betont die Bedeutung der Radzielnetzplanung für die Region: Der Leitspruch „Der Weg ist das Ziel“ gelte vor allem für Freizeitfahrer, im Alltag gehe es hingegen darum, möglichst schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Viele bestehende Alltagsradwege müssten sichtbarer gemacht und besser kommuniziert werden, so Ringhofer. Gleichzeitig gehe es darum, Lücken im Radwegenetz zu erkennen, kleinere Verbindungen herzustellen und größere Infrastrukturprojekte langfristig in kommunale Investitionspläne aufzunehmen.


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