Nationalpark Kalkalpen setzt auf Künstliche Intelligenz für Vogelmonitoring
REGION STEYR-KIRCHDORF. Im Nationalpark Kalkalpen erfassen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gefährdete Vogelarten künftig verstärkt mit KI-gestütztem akustischem Monitoring. Eine Pilotstudie bestätigte dabei das Vorkommen des scheuen Auerhuhns.

Die Österreichischen Bundesforste setzen in den Nationalparken Kalkalpen und Donau-Auen auf eine neue Methode zur Erfassung seltener Vogelarten. Statt Sichtbeobachtungen werden die Tiere ausschließlich anhand ihrer Rufe nachgewiesen. Dazu zeichnen kleine Audiorekorder über längere Zeiträume Tonsequenzen auf. Eine KI-Software unterscheidet Tierlaute von anderen Waldgeräuschen, bevor Experten die Ergebnisse überprüfen und den jeweiligen Arten zuordnen.
„Die Erfassung ihrer Artenvielfalt schafft die Grundlage, um diese Naturschätze langfristig zu sichern und für kommende Generationen zu bewahren“, sagt Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste.
Auerhuhn eindeutig nachgewiesen
Im Nationalpark Kalkalpen wurden im Rahmen einer Pilotstudie gemeinsam mit dem Bundesforschungszentrum für Wald 20 Audiorekorder installiert. Die KI wertete rund 200.000 Minuten Tonaufnahmen aus. Dabei konnte das Vorkommen des Auerhuhns an den ausgewählten Standorten anhand seiner Rufe eindeutig bestätigt werden.
Die Bundesforste sehen in der Methode eine Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen. So können etwa Brutflächen besser geschützt oder Besucher gezielt gelenkt werden. Künftig soll das akustische Monitoring auch bei Amphibien und Fledermäusen eingesetzt werden.


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